Thoralesung im Alltag und am Schabbat

25. Juli 2012 geschrieben von   Freigegeben in Torahlesung

ב"ה

Die Lesung der Thora am Schabbat, Montag, Donnerstag wurde bereits von Mosche Rabbenu eingeführt, damit keine drei Tage ohne Thoralesung vergehen (bBaba Kama 82a). Zur Zeit Esras wurde die noch heute übliche Ordnung festgelegt und die Lesung am Schabbat Mincha eingeführt. Montag und Donnerstag waren Gerichtstage und Markttage, so dass viele Menschen in den Städten versammelt waren. Die Lesung erfolgt nur, wenn ein Minjan vorhanden ist. Gelesen werden am Schabbat Mincha, am Montag und Donnerstag die ersten drei Leseabschnitte der jeweiligen Woche, am Schabbat Schacharit der ganze Abschnitt der Woche.

Es empfiehlt sich, einen Siddur zur Hand zu nehmen. Der heilige Name G-ttes wird in dieser Website nicht genannt, dafür haben wir den Namen HASCHEM eingefügt.

 

Leseordnung

  1. 1. EL ERECH APAIM – G-tt, langmütig usw. Wird am Montag und Donnerstag gesprochen, außer an den Tagen, an denen kein Tachanun gesagt wird. Die Lesung der Thora entspricht ihrem Charakter nach der Verkündigung am Sinai und erfordert einen hohen Grad an geistiger Reinheit, daher bekennen wir zunächst unsere Schwäche und bitten um Erbarmen. Wird stehend gesprochen. Am Schabbat Schacharit beginnt man mit EJN KAMOCHA.
  2. 2. ARON HAKODESCH – Gemeinde steht bis zur Vollendung von AW HARACHAMAN (Punkt 7), während die Bundeslade, in der die Thora aufgehoben wird, aufgetan, die Thorarolle ausgehoben und auf den Lesepult gelegt wird.
  3. 3. WAJEHI Es war usw. Dieses Gebet basiert auf Bemidbar 10,35 und Jeschajahu 2,3 und wird von der Gemeinde beim Ausheben der Thorarolle gesprochen.
  4. 4. BRICH SCHME Gelobt sei der Name usw. (Sohar Chelek 2, 206a) In manchen Gemeinden wird dieses Gebet von der Gemeinde zusätzlich gesprochen, sobald der Beter, der die Ehre erhalten hatte, die Thorarolle auszuheben, die Türen des ARON HAKODESCH aufgetan hatte. Der Beter, der die Thora ausgehoben hatte, übergibt sie dem Chasan, bzw. dem Vorbeter und dieser spricht:
  5. 5. GADLU LASCHEM – Sprechet mit mir usw. Basier auf dem Tehillim 34,4. Während der Chasan diesen Vers sagt, begibt er sich zum Lespult, der normalre weise auf einer Bima, einer Erhörung steht.
  6. 6. LECHA HASCHEM – Dein Ewiger usw. Basiert auf Diwre HaJamim (Chroniken) 1, 29,11; Tehillim 99 Verse 5, 7 und 9. antwortet laut die Gemeinde. Danach liest die Gemeinde:
  7. 7. AW HARACHAMIM - Der Vater des Erbarmens usw. Die Thorarolle wird auf den Lesepult gelegt. Danach setzen wir uns.
  8. 8. WETIGALE – Er helfe usw. (Es erscheine usw.) Der Chasan, bzw. der jenige, der dafür bestimmt ist, ruft als ersten den Kohen zur Alija, der Thoralesung, danach den Levi und als dritten Israel. Ist kein Kohen anwesend, wird Levi gerufen, ist kein Levi anwesend, liest der Kohen die ersten beiden Leseabschnitte, sind weder Kohen noch Levi anwesend, werden drei Mann aus Israel gerufen.
  9. 9. WEATEM – Ihr aber usw. Nach dem Ruf des Kohen antwortet dies die Gemeinde (Dwarim 4,4). Der Gerufene geht zur Bima von rechts, rollt die Thorarolle mittels der Holzgriffe auf und es wird ihm der Anfang und das Ende „seines“ Leseabschnitts gezeigt. Er berührt mit der Talit die gezeigt die Stellen und küsst diese, rollt die Thora wieder zu, verbeugt sich halb nach rechts und spricht:
  10. 10. BARCHU ET HASCHEM HAMEWORACH – Lobet den Ewigen usw. Die Gemeinde antwortet:
  11. 11. BARUCH – Gelobt sei usw. Der Gerufene wiederholt:
  12. 12. BARUCH – Gelobt sei usw. Anschließend spricht er:
  13. 13. BARUCH ATA ... NATAN LANU ET TORATO – Gelobt seist Du ... der uns Seine Thora gegeben hat usw. Danach wird die Stelle vom Chasan gelesen, während der Gerufene sich an den Holzgriffen der Thorarolle festhält. Nach der Lesung berührt er mit der Talit das Ende und danach den Anfang der Lesestelle, rollt die Thorarolle wieder zu und spricht:
  14. 14. BARUCH ATA ... NATA BETOCHENU – Gelobt seist du ... eingepflanzt hat usw.
  15. 15. BARUCH ... HAGOMEL – Gelobt seist Du ...der den Schuldigen usw. Wenn der Gerufene von einer Krankheit genesen ist, oder von einer Reise oder Gefangenschaft zurückgekehrt ist oder irgendeiner Gefahr entgangen ist, spricht er dieses Gebet anschließend, und die Gemeinde antwortet:
  16. 16. MI SCHEGMALCHA ... Der dir Gutes erwiesen usw.
  17. 17. ½ KADDISCH wird vom Chasan, bzw. Vorbeter nach der Lesung gesprochen, die Gemeinde steht.
  18. 18. Einer der Beter rollt die Thorarolle so auf, dass drei Lesespalten gesehen werden können, erhebt die Thora und zeigt sie in alle Richtungen. Danach rollt er die Thora auf dem Pult wieder zu, setzt sich auf einen Stuhl, hält die Rolle so, dass die Thora „steht“, und ein anderer Beter bindet ein spezielles Bändchen um ihre Mitte und zieht ihr das „Kleid“ an. Sobald die Thora erhoben und gezeigt wird, stehen alle auf und nähern sich der Bima.
  19. 19. WESOT HATHORA – Dies ist die Thora usw. Sobald die Rolle erhoben, spricht die Gemeinde dieses Gebet. Und Anschließend:
  20. 20. ETZ CHAJIM – Baum des Lebens usw. Die Thora wird zurückgebracht. Man bleibt stehen, bis die Thora im ARON HAKODESCH ist.

Liturgie und Gebet

 
 
 
 
 
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