Die rote Kuh, der rote Stier und der Esel

17. Juli 2016 geschrieben von   Freigegeben in Chukat

ב"ה

Im Wochenabschnitt CHUKAT (4. Mose 19,1-22,1) lehrt die Thora u.a. über das Reinigungswasser, dass aus der Asche der Roten Kuh vermengt mit Wasser hergestellt wird. Bekanntermaßen ist das eins der komplexesten Gebote der fünf Bücher Mose, an dessen Verständnis auch der König Schlomo seine liebe Not hatte. Dennoch haben wir Hinweise, die uns helfen, bestimmte Zusammenhänge zu erkennen.

Die „rote Kuh" erinnert vor allem an die Sünde mit dem rötlich-goldenen Kalb, als das Volk dem Ewigen untreu wurde und sich geistig verunreinigte. Bekanntlich starben dort viele Menschen und wäre nicht die Fürbitte von Mosche Rabbenu, hätte HASCHEM womöglich das ganze Volk bestraft. Nun also hat HASCHEM entschieden, uns durch das Gebot der roten Kuh immer an die Geschehnisse am Sinai zu erinnern, damit wir sie nicht wiederholen. Zugleich verfolgt HASCHEM einen weiteren Plan, eigentlich den wichtigsten, nämlich der große TIKKUN Wiederherstellung der Welt. Dieser Tikkun wird maßgeblich durch zwei ausgewöhnliche Menschen vollbracht: Dem gesalbten Krieger, das ist Maschiach ben Joseph, und dem König Maschiach ben David. Die Söhne Rachels sind für den Krieg mit dem Bösen, besonders mit Amalek bestimmt. Der Sohn Davids vollendet den Krieg siegreich gegen Amalek und lehrt den inneren Krieg gegen den Bösen Trieb – er ist der leidende Knecht Gottes in Jeschajahu 53. Schließlich gebührt ihm aufgrund seiner Liebe und Hingabe für die Menschen ewiges Leben und Herrschaft. Der gesalbte Krieger ist der rote „Stier", der den Feind endgültig besiegt und er steht daher zunächst für Maschiach ben Joseph und anschließend für Maschiach ben David. Der „Esel" ist ein Hinweis auf den Maschiach ben David. Dies lernen wir aus der Begegnung Jakobs mit Esau und dem Midrasch:

Bereschit 32,6

Und mir ist geworden Stier und Esel, Schaf und Knechte und Mägde; und ich sende nun es zu berichten meinem Herrn, Gnade zu finden in deinen Augen.

Bereschit Rabba 75,6

„Und mir ist geworden Stier und Esel. Nach den Rabbanan ist unter „Stier" der gesalbte Krieger zu verstehen (welcher Joseph war), wie es heißt (Dwarim 33,17): „Sein erstgeborener Stier – er ist stattlich". „Esel" – das ist der König Maschiach, wie es heißt (Sacharja 9,9): „demütig, und reitend auf einem Esel". „Schaf" – das ist Israel, wie es heißt (Jecheskel 34,31): „Und ihr seid Meine Schafe, Schafe Meiner Herde". „Knecht und Magd" – alle Kinder Israel sind Diener Gottes, wie es heißt (Tehillim 123,2-3): „Siehe, wie die Augen der Knechte auf ihres Herrn Hand, wie die Augen der Magd auf ihrer Gebieterin Hand, so schauen unsere Augen auf den Ewigen unseren Gott, bis Er uns begnadigt. 3. Sei uns gnädig, Ewiger, sei uns gnädig; denn reichlich wurden wir satt der Verachtung."

Während die rote nur eine vorübergehende Reinigung bewirken konnte, bewirkt der rote Stier die vollständige Befreiung von dem bösen Trieb. Und das ist der Ansatz zum Verständnis des Lebens von Jeschua HaMelech HaMaschiach und des Heiligen Mahls.

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