Midrasch Tehillim zur Parascha Bereschit, Teil 3

01. August 2014 geschrieben von   Freigegeben in Bereschit Tehillim
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ב"ה

„Zur Frau sprach Er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen“ (Bereschit 3,16).[1]

Midrasch Tehillim 16,3
Vers 3. Viel sind die Schmerzen jener, die einem Fremden nacheilen, d. i. Du hast den Menschen viele Schmerzen gemacht, sowie geschrieben steht: „Mit Schmerzen sollst du davon essen“ (Bereschit 3,17), desgleichen: „Mehren will ich deine Schmerzen und deine Schwangerschaft“ (dort V. 16). David sprach vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Herr der Welt! Du hast den Vätern der Welt viele Schmerzen gemacht. Der Heilige, gelobt sei Er, antwortete ihm: Haben sie ihnen vielleicht etwas geschadet? David versetze: Ich spende nicht ihre Trankopfer von Blut, [sondern handeln] sowie wir gelernt haben[2]: Und dann gingen sie hinab und kamen nach unten vom Holzstoss und machten ihn voll, darauf kehrten sie zurück in die Quaderhalle, um das Schma zu lesen.[3]

2 Und G-tt hatte am siebten Tage sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und Er ruhte am siebten Tage von all Seinem Werk, das Er gemacht hatte. 3 Und G-tt segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an demselben ruhte Er von all Seinem Werk, das G-tt geschaffen hatte, damit es weiter wirke“ (Bereschit 2,2-3)

Midrasch Tehillim 92,4
Eine andere Auslegung: Ein Psalm, ein Lied am Tag des Schabbats. R. Levi im Namen des R. Simra hat gesagt: Am Tage des Schabbats; am Tage (heißt es), weil mit ihm keine Dunkelheit eintrat. Du findest, dass es bei jedem Tage heißt; Und es ward Abend und es ward Morgen, am Schabbat aber heißt es nicht: (Es ward) Abend.

R. Levi im Namen des R. Nesira hat gesagt: Der Tag des Schabbats dauerte 36 Stunden, der Vorabend des Schabbats und die vorangegangene Nacht, und der Schabbat selbst[4]. Als Adam den Ausgang des Schabbats mit der Dämmerung sah und die Finsternis einzutreten begann, fing er an, sich auf sein Angesicht zu schlagen, er sprach: Wehe mir! Vielleicht tritt das ein, was der Heilige, gelobt sei Er, gesagt hat: „Er wird dir den Kopf zerstoßen (ישופך)“ (Bereschit 3,15). Jetzt bring Er ihn, wie es heißt: „Und ich sprach: Ja, Finsternis möge mich stoßen (ישופני), so wird die Nacht doch Licht um Mich sein“ (Tehillim 139,11).[5] Was machte der Heilige, gelobt sei Er? Er bereitete ihm zwei Steine[6], einen des Dunkels und einen des Todesschattens, wie es heißt: „Ein Ende hat Er der Finsternis gesetzt und ganz bis an die Grenze sucht Er auf die Steine des Dunkels und des Todesschattens“ (Jiob 28,5). Der erste Mensch nahm die beiden Steine und schlug den einen an den andern und es ging Feuer aus ihnen hervor und er sprach den Segensspruch (Hawdala) darüber: Der Schöpfer des Feuers. Daher sprechen wir die Bracha (Lobspruch) über das Licht am Ausgange des Schabbats.

R. Huna im Namen des R. Abahu im Namen des R. Jochanan hat gesagt: Auch am Versöhnungstage spricht man die Bracha, weil das Feuer an diesem Tage geruht hat.

9 Und der Ewige, G-tt, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Und er sprach: Ich hörte Deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich.“ (Bereschit ,9-10).

Midrasch Tehillim 100,2
Ein Psalm zum Bekennen. Das ist, was die Schrift sagt: „Wer seine Missetaten verheimlicht (bedeckt), dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt (ומודה) und lässt, dem wird Erbarmen“ (Mischle 28,13). Das geht auf den ersten Menschen, der zum Heiligen, gelobt sei Er, sprach: „Die Ehefrau, die Du mir gegeben, gab mir von dem Baum und ich aß“ (Bereschit 3,12), und er wollte keine Busse tun, wie es heißt: „Und nun (ועתה), dass er nicht seine Hand ausstrecke“ (dort V. 22).

Nach R. Abba bar Kahana sprach der Heilige, gelobt sei Er, zu ihm: Tue Busse! Er aber sprach: Nein! Unter עתה, nun, ist nichts anderes als Busse (תשובה) zu verstehen. wie es heißt: „Und nun (ועתה) Israel, was verlangt der Ewige, dein G-tt von dir, als zu fürchten den Ewigen, deinen G-tt“ (Dwarim 10,12). Das wollen die Worte sagen: „Wer seine Missetaten verheimlicht, dem wird es nicht gelingen.“ „Wer sie aber bekennt und lässt, dem wird Erbarmen.“ Damit ist Kain gemeint, wie es heißt: „Und Kain ging hinweg von dem Ewigen“ (Bereschit 4,16). R. Huna im Namen des R. Chanina bar Jizchak hat gesagt: Daraus geht hervor, dass er fröhlich hinwegging, wie es heißt: „Und Haman ging an diesem Tage fröhlich hinweg und gutes Mutes“ (Esther 5,9). Da begegnete ihm der erste Mensch und sprach zu ihm: Was ist aus deinem Rechtshandel geworden? Er antwortete: Ich habe Busse getan und habe Vergebung erhalten. Da sprach Adam zu ihm: Da die Busse so groß ist, „so ist es gut, dem Ewigen zu bekennen“ (Tehillim 92,2).

Eine andere Auslegung: „Wer seine Missetaten verheimlicht, dem wird es nicht gelingen.“ Das bezieht sich auf Schaul, wie es heißt: „Und Schmu’el sprach: Was ist denn das für ein Geschrei von den Schlafen vor meinen Ohren“ (1 Schmu’el 15,14)? „Wer sie aber bekennt und lässt, dem wird Erbarmen.“ Das geht auf David, wie es heißt: „Und David sprach zu dem Ewigen, als er den Engel sah, der unter das Volk schlug, und sprach: Siehe, ich habe gesündigt“ (2 Schmu’el 24,17), und es heißt: „Und David sprach zu dem Ewigen: Ich habe gesündigt“ (dort V. 10). Sofort sprach der Prophet: „Auch hat der Ewige deine Sünde hinweg genommen, du wirst nicht sterben“ (dort 12,13). Das wollen die Worte sagen: „Und wer sie bekennt und lässt, dem wird Erbarmen.“

Eine andere Ausegung: „Wer seine Missetaten verheimlicht, dem wird es nicht gelingen.“ R. Simon und R. Jehoschua ben Levi im Namen des R. Chalapta hat gesagt: Wenn Fleisch und Blut bekennt, erteilt man ihm Strafe (supplicium), und wenn es nicht bekennt, erteilt man ihm Entlassung (demissio), aber der Heilige, gelobt sei Er, verfährt nicht so: Wenn der Mensch nicht bekennt, so erteilt er Strafe, und wenn er bekennt, Entlassung. Das wollen die Worte sagen: „Wer seine Missetaten verheimlicht, dem wird es nicht gelingen.“ Als Mosche sah, dass es sich so verhält, dichtete er den Psalm zum Bekennen.

5 und ehe alles Gesträuch des Feldes auf der Erde war, und ehe alles Kraut des Feldes sprosste; denn der Ewige G-tt hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und kein Mensch war da, um den Erdboden zu bebauen. 6 Ein Dunst aber stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze Oberfläche des Erdbodens. 7 Und der Ewige G-tt bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele. 8 Und der Ewige G-tt pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte“ (Bereschit 2,5-8).

Midrasch Tehillim 117
Vers 1. Lobet den Ewigen, all ihr Völker.
Das ist, was die Schrift sagt: „Niemand ist Dir gleich unter den Mächtigern, Ewiger, und nichts gleicht Deinen Werken“ (Tehillim 86,8). Wie so? Fleisch und Blut bildet eine Gestalt an der Wand, aber die Gestalt macht nicht wieder eine Gestalt, aber der Mensch ist die Gestalt des Heiligen, gelobt sei Er, wie es heißt: „Und G-tt schuf den Menschen nach Seinem Ebenbilde“ (Bereschit 1,27), und doch zeugt auch der Mensch Kinder nach seinem Bilde, wie es heißt: „Und er zeugte in seiner Gleichnis, nach seinem Ebenbilde“ (dort 5,3). Die Wasser sind das Werk der Hände des Heiligen, gelobt sei Er, und sie wimmeln, wie es heißt; „Die Wasser wimmeln“ (dort 1,20).

Wenn man kommt, einen König von Fleisch und Blut zu preisen, so kommen seine Freunde vielleicht auch seine Feinde? Aber den Heiligen, gelobt sei Er, preisen alle, wie es heißt: „Alle Völker, die Du gemacht hast, kommen und werfen sich vor Dir nieder“ (Tehillim 86,9). Ein Philosoph fragte den R. Jehoschua ben Chananja: An welchem Tage sind alle (eig. die ganze Welt) einander gleich und die Völker werfen sich vor dem Heiligen, gelobt sei Er, nieder?[7] An dem Tage, gab er [R. Jehoschua] dem Philosoph zur Antwort, wo sich alle freuen. Wann ist das der Fall? Wenn der Regen zurückgehalten wird, so ängstigen sich alle, und wenn der Regen herabströmt[8], so freuen sich alle und preisen den Heiligen, gelobt sei Er, wie es heißt: „Alle Völker, die Du gemacht hast, kommen und werfen sich vor Dir nieder“ (dort). Wann? „Denn Du bist groß und tust Wunder“ (dort V. 10). Unter „נפלאות, Wunder“, ist nichts anderes als der Regen zu verstehen, wie es heißt: „Wunder, nicht zu zählen, der Regen gibt auf die Fläche der Erde“ (Jiob 5,9.10). Daher heißt es: Lobet den Ewigen, alle Völker.

R. Tanchum bar Chija hat gesagt: Das Herabströmen des Regens ist größer als die Gabe der Thora [am Sinai], denn die Gabe der Thora war nur eine Freude fürdie Israeliten, das Herabströmen des Regens aber ist eine Freude für die ganze Welt, sowohl für die Land-, als für die Waldtiere und die Vögel, wie es heißt: „Du hast der Erde gedacht und ihr Verlangen gestillt (ותשוקקיה) (Tehillim 65,10). Was heißt: „ותשיקקיה?“ תן לה שוקה, gib ihr ihren Wert.

Eine andere Auslegung:ותשוקקיהbedeutet: Gib ihr deren Verlangen. In demselben Sinne heißt es: „Und nach deinem Manne wird dein Verlangen (תשוקתך) sein“ (Bereschit 3,16). „Gekrönt hast Du das Jahr Deiner Güte“ (Tehillim 65,12). Was folgt darauf? „Jauchzet G-tt, alle Lande“ (dort 66,1).

6 Und der Ewige sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum ist dein Antlitz fahl geworden? 7 Ist es nicht so, dass es sich erhellt, wenn du wohl tust? Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber wirst über sie herrschen. 8 Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Felde waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und erschlug ihn„ (Bereschit 4,6-8).

Midrasch Tehillim 148,4
Vers 6. Und Er stellte sie für immer und ewig hin; eine Satzung gab Er, übertritt es nicht.
Welche Satzung gab er? Er sprach zu ihnen: „Es werde eine Ausdehnung…“ (Bereschit 1,6); seit jenem Tage ist sie nicht gewichen. Der Heilige, gelobt sei Er, erschuf sie, wenn man so sagen darf, um sich damit zu erfreuen. Es war aber keine Freude dabei, denn weil der Mensch sündigte, wurde die Erde verflucht, wie es heißt: „und der Erdboden sei verflucht um deinetwillen“ (dort 3,17). Da kam Kain und erschlug Hebel. G-tt sprach zu ihm: „Wo ist dein Bruder Hebel, die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu Mir vom Erdboden.., unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde“ (dort 4,10.12). Und so ließ er (Kain) es dem Heiligen, gelobt sei Er, nicht zu, an Seiner Welt Freude zu haben.

4 Und der Schlang sprach zur Frau: Mit Nichten werdet ihr sterben! 5 Sondern G-tt weiß, dass, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie G-tt, erkennend Gutes und Böses“ (Bereschit 3,4-5).

Midrasch Tehillim 12,2
Vers 4. Es rotte aus der Ewige alle schmeichlerischen Lippen, die Zunge, die großsprecherische. Bar Kappara im Namen des R. Nathan hat gesagt: Verleumdung ist schwer, denn David kam schon und verhängte Ausrottung darüber durch den heiligen Geist, wie es heißt: Es rotte aus der Ewige alle schmeichlerischen Lippen.[9] Verleumdung ist schwerer als die drei Vergehen, die „groß“ genannt werden, nämlich: Götzendienst, Unzucht und Blutvergießen. Betreffs des Götzendienstes heißt es: „Ach, das Volk hat eine große Sünde getan“ (Schemot 32,31); betreffs der Unzucht heißt es: „Wie sollte ich dieses große Übel tun“ (Bereschit 39,9)? Betreffs des Blutvergießens heißt es: „Meine Schuld ist zu groß, als dass ich sie ertragen könnte“ (dort 4,13), betreffs der Verleumdung aber heißt es: Es rotte der Ewige aus alle schmeichlerischen Lippen, die Zunge, die großsprecherische. [Vers 5] Die da sprechen: Mit unsern Zungen erwiesen wir uns stark, unsere Lippen sind mit uns, wer ist unser Herr?

R. Jose im Namen des R. Chanina hat gesagt: Der Mensch, der seinen Nebenmenschen (Genossen) verleumdet, leugnet schließlich auch G-tt, wie es heißt: „Wer ist unser Herr?“ Es steht ללשוננו geschrieben, um dir zu sagen: Wenn deine Zunge sich wendet, Verleumdungen wider deinen Nebenmenschen zu reden, so geh’ und schärfe sie durch die Worte der Thora. Über die Verleumder ruft selbst der Allmächtige, wenn man es sagen darf, aus: „Wer erhebt sich für Mich gegen Bösewichter?“ (Tehillim 94,16), d. i. wer kann mit ihnen in der Hölle bestehen? Und die Hölle ruft: Auch ich kann nicht mit ihnen bestehen. Der Heilige, gelobt sei Er, spricht: Ich bin oben und du bist unten: wie es heißt: „die Pfeile des Helden, die geschärften“ (dort 120,4). Was ist schwerer, der Schlag durchs Schwert, oder der Schlag durch den Pfeil? Der schlag durchs Schwert kann nur töten, wenn der Gegner nahe ist, der Schlag durch den Pfeil aber wirft ihn und schlägt ihn an jedem Orte, wie es heißt: „Ein gezogener Pfeil ist ihre Zunge“ (Jirmejahu 9,7), desgleichen: „Ihre Zähne sind Lanze und Pfeile“ (Tehillim 57,5).

R. Schim’on ben Jochai hat gesagt: Warum heißt die verleumderische (eig. böse) Zunge die „dritte Zunge“? Weil sie drei tötet, nämlich den, der die Verleumdung spricht (erzählt), den, der sie annimmt und den, über den sie gesagt (erzählt) wird.[10]

R. Bibi im Namen des R. Josua hat gesagt: Wir finden, dass die Verleumdung sogar vier in den Tagen Schauls tötete, nämlich: Do’eg, der sie erzählte, Schaul, der sie annahm. Nob, die Priesterstadt, über die sie erzählt wurde, und Abner. Warum wurde Abner getötet? Weil es in seiner Hand lag, ihr zu wehren und er wehrte ihr nicht.

R. Seira ließ dem R. Simon sagen: Es lag in deiner Hand, es zu wehren, warum wehrtest du es nicht? Er sprach zu ihm: weil die Betreffenden nicht zu den Jammernden und Seufzenden[11] gehören. R. Seira sprach zu ihm: Was sollen wir den Jammernden und Seufzenden tun? Nimmt bei ihnen nicht das Strafgericht seinen Anfang?

23 Und der Ewige, G-tt, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, davon er genommen war; 24 und Er trieb den Menschen aus und ließ lagern gegen Osten vom Garten Eden die Cherubim und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baume des Lebens zu bewahren“ (Bereschit 3,23-24).

Midrasch Tehillim 119,73
Vers 142.
Deine Wohltat bleibt Wohltat für ewig, und Deine Thora wahr. David sprach also: Die Wohltat, welche Du den Menschen bewiesen, dass Du ihm ein Geschenk gibst und nichts von ihm annimmst. Und so heißt es: „Nicht weichen wird das Zepter von Jehuda, noch der Herrscherstab von seinen Füssen, bis der von Schilo kommt“ (Bereschit 49,10). Darum heißt es: Deine Wohltat bleibt Wohltat für ewig...

1 Dies ist das Buch von Adams Geschlechtern. An dem Tage, da G-tt Adam schuf, machte er ihn im Gleichnis G-ttes. 2 Mann und Weib schuf Er sie, und Er segnete sie und gab ihnen den Namen Mensch, an dem Tage, da sie geschaffen wurden. 3 Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn in seinem Gleichnis, nach seinem Bilde, und gab ihm den Namen Schet“ (Bereschit 5,1-3).

Midrasch Tehillim 139,6
Vers 5. Eine andere Auslegung: Vorn und hinten hast Du mich gebildet. Zwei Schöpfungen, nämlich die Schöpfung in dieser Welt und die Schöpfung in der künftigen Welt; Er braucht sie nicht nochmals bei der Wiederbelebung de Toten zu erschaffen, denn Er hat sie bereits erschaffen als zwei Schöpfungen. So saß der Heilige, gelobt sei Er, und bildete den Menschen und er war hingestreckt vor Ihm wie ein Klumpen, wie es heißt [Vers 16]: „Meinen Klumpen sahen Deine Augen…“ Was heißt [dort]: Und in Dein Buch wurden sie alle geschrieben? Von dem Tage, da der Heilige, gelobt sei Er, den ersten Menschen erschuf, schrieb Er in Sein Buch ein, wer einst von ihm erstehen werde, bis die Toten einst wieder aufleben. Und so las er auch ihm vor jedes Geschlecht und seine Prediger (Ausleger), jedes Geschlecht und seine Propheten, jedes Geschlecht und seine Weisen, jedes Geschlecht und seine Schriftgelehrten und Schüler, bis die Toten wiederaufleben. Und so heißt es: „Dies ist das Buch der Geschlechtsfolge Adams“ (Bereschit 5,1). Und so sprach auch Jeschajahu: „Der Ewige hat mich gerufen von Mutterleibe an, von dem Schosse meiner Mutter an hat Er meinen Namen erwähnt“ (Jeschajahu 49,1). Und so heißt es: „Wer hat es gewirkt und vollbracht? Der die Geschlechter rief von Anbeginn“ (dort 41,4), das will sagen: Vom ersten Menschen an.

 

[1] Midrasch Jelamdenu 18-20
[2]Tamid I,3 Ende
[3]In Jalkut Tehillim z. St. Ist die Schilderung fortgesetzt und erwähnt, dass hierbei auch Ps. 105 rezitiert wurde, wo die Erzväter genannt sind. Die Nennung ihrer Namen ist aber ein Vorzug. Die Schmerzen haben ihnen also nicht geschadet. (Nach Buber.)
[4]Vergl. J. Berachot VIII r. Par. 12 und 82 Ende; Pesikta 23; Pessachim 53b.
[5] Vergl. Jerusch. Berachot VIII. 12b; Bereschit Rabba Par. 11, 2; 12,6; und 82; Pesikta Rabba Par.23. Im Talmud Jeruschalmi lautet die Stelle: R. Levi im Namen des R. Nesira hat gesagt: 36 Stunden leuchtete jenes Licht, das am ersten Tage erschaffen worden war, 12 Stunden am Vorabend des Schabbats, 12 Stunden in der Nacht des Schabbats und 12 Stunden am Schabbat und es könnte der erste Mensch mit ihm von einem Ende der Welt bis zum anderen sehen. Als das Licht nicht aufhörte, fing die ganze Welt an den Heiligen, gelobt sei Er, zu preisen, sowie es heißt: „Unter dem ganzen Himmel besingt man Ihm singen (ישרהוvon שיר   abgeleitet)“, nämlich den, dessen Licht über den Enden der Erde ist. Als es jedoch zu Ausgange des Schabbats anfing finster zu werden, geriet der erste Mensch in Furcht und sprach, Das ist es, von dem geschrieben steht: „Er wird dir den Kopf zerstoßen und du wirst ihn in die Ferse stechen“ (Bereschit 3,15). Vielleicht kommt jetzt der Schlang, um mich zu beißen. So heißt es auch: „Fürwahr, die Finsternis wird mich stoßen“ (Tehillim 139,11). Nach R. Levi bereitete ihm der Heilige, gelobt sei Er, zwei Ziegelsteine und er schlug sie aneinander und es kam Licht ihnen heraus. Das ist was geschrieben steht: „Und die Nacht ist Licht um mich“ (dort). Dafür sprach er die Bracha (Lobspruch): Gepriesen sei der Schöpfer der Lichter des Feuers. Schmu’el hat gesagt: Deshalb preisen wir beim Ausgange des Schabbats wegen des Feuers, weil es der Anfang der Schöpfung ist. Rab Huna im Namen des R. Abahu im Namen des R. Jochanan hat gesagt: Auch am Ausgang der Versöhnungstage sprechen wir die Bracha darüber, weil das Licht den ganzen Tag geruht hat.
[6]Nach Talmud und Midrasch war es zwei Ziegelsteine
[7]Vergl. Bereschit Rabba Par. 13; Dwarim Rabba Par. 7.
[8] “Der Regen“ ist die Auferstehungskraft des Ewigen, gelobt sei Er, s. bSchabbat 88b; bChagiga 12b u.a. zum Vers Tehillim 68,10 „Reichlichen Regen gossest du aus, o G-tt; Dein Erbteil - wenn es ermattet war, richtetest du es auf.“
[9]S. j. Pea I, 15d.
[10]S. Arach 15 b; j. Pea I, 16 a und Wajikra Rabba Par. 26.
[11]S. Jecheskel 9,4

 
 
 
 
 
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