Midrasch Tehillim zur Parascha Ekev, Teil 2

06. Mai 2012 geschrieben von   Freigegeben in Ekew Tehillim

ב"ה

Zusammengestellt von Baruch ben Mordechai HaKohen, 5769

Dein Kleid ist nicht an dir zerfallen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre“ (Dwarim 8,4).

Midrasch Tehillim 23,4
Vers 2. Auf grünen Auen lässt Er mich lagern.
R. Elieser fragte den R. Schim’on und sprach zu ihm: Als die Israeliten aus Ägypten zogen, zogen da etwa gewebte Kleider (eig. Geräte des Gewebes) mit ihnen?1 Dieser antwortete ihm: Nein! Woher bekleideten sie sich die ganzen 40 Jahren? Antwort: Von dem, womit sie die Dienstengel bekleideten, wie es heißt: „Ich bekleidete dich mit רקמה (Buntgewirktem)“ (Jecheskel 16,10). Was ist רקמה? R. Simon sagt: Purpur. Zerfielen sie (die Kleider) nicht (d. i. nutzen sie sich nicht ab)? Hast du nicht gelesen: „Dein Kleid zerfiel nicht von dir“ (Dwarim 8,4). Wuchsen nicht die Kleinen heran? Antwort: Geh’ hinaus und lerne es von der Schnecke, denn so lange sie wächst, wächst auch ihr Gehäuse mit ihr. Mussten sie nicht gewaschen werden? Antwort: Die Wolke glättete sie und machte sie glänzend. Verbrannten sie nicht? Geh’ hinaus und lerne es vom Amiant (Asbest), den man nur im Feuer reinigt. Entstanden denn nicht Schaben an ihnen (den Kleidern)? Antwort: Da schon bei ihrem Tode nicht Moder noch Gewürm über sie Gewalt hatte, um wie viel weniger bei ihrem Leben! Verbreiteten sie nicht durch den Geruch des Schweißes Gestank, da sie ihre Kleider nicht wechselten? Antwort: Der Brunnen brachte ihnen Arten von Kräutern und Gewürzen herauf, an denen sie sich rieben, wie es heißt: Auf grünen Auen lässt Er mich lagern, an stille Wasser leitet Er mich, und ihr Geruch verbreitete sich von einem Ende der Welt bis zum andern. Da kam Schlomo und sprach: „Der Geruch deiner Kleider ist wie der Geruch des Lwanon“2 (Schir HaSchirim 4,11). Ferner sprach er: „Narde und Krokus, Rohr und Kinnamon ... mit allen edlen Gewürzen“ (dort V. 14). Und woher war das alles? „Von einer Gartenquelle, einem Born lebendigen Wassers“ (dort V. 10). Als die Israeliten sahen, wie der Heilige, gelobt sei Er, sie in der Wüste führte und ergötzte, fingen sie an Ihn zu preisen, sie sprachen: Du bist ein guter Hirt, denn du hast uns Deine Güte in Ewigkeit nicht fehlen lassen.

An stille Wasser leitet Er mich. R. Scmu’el hat gesagt: Es gibt Wasser, die gut (lieblich) sind zum Trinken, aber nicht gut zum Waschen (Baden) und es gibt Wasser, die gut sind zum Waschen, aber nicht gut zum Trinken, das Wasser des Brunnens aber war gut zum Trinken und gut zum Waschen, beruhigend für das Gebein und heilend für die Seele, wie es heißt: An Wasser der Beruhigungen3 leitet er mich.

„5 So erkenne in deinem Herzen, dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, der Ewige, dein G-tt, dich züchtigt; 6 Und beobachte die Gebote des Ewige, deines G-ttes, um auf Seinen Wegen zu wandeln und Ihn zu ehrfürchten“ (Dwarim 8,5-6).

Midrasch Tehillim 75,1
Vers 1. Dem Sangmeister. Verderbe nicht. Ein Psalm von Assaph. Das ist, was die Schrift sagt: „Denn ein barmherziger G-tt ist der Ewige, dein G-tt; nicht wird Er dich lassen und wird dich nicht verderben“ (Dwarim 4,31); ferner: „und ich betete zu dem Ewigen und sprach: Ewiger, mein G-tt, verderbe nicht Dein Volk und Dein Erbe“ (dort 9,26). Der Heilige, gelobt sei Er, sprach zu Mosche: Ich verderbe nicht, wie es heißt: „Und der Ewige hörte mich auch dieses Mal; der Ewige wollte dich nicht verderben“ (dort 10,10). Assaph sprach vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Herr der Welt! Sowie Du mit Mosche verfahren bist, so verfahre auch mit uns, wie es heißt: „Ewiger G-tt, verderbe nicht“ (dort 9,26). Er sprach vor ihm: Herr der Welt! Züchtige mich, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, wie es heißt: „denn wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, so züchtigt dich der Ewige, dein G-tt“ (dort 8,5). Er sprach vor Ihm: Hast Du uns nicht Wunder getan und wir haben Dir nicht gedankt? Tue sie an uns und dann werden wir Dir danken für die künftige Welt, wie es heißt:
Vers 2. Wir danken Dir, G-tt, wir danken Dir, und nahe ist Dein Name.Wir danken Dir, dem Wohltuenden, wir danken Dir, dem Schlagenden, ob Du wohltust oder ob Du schlägst, wir danken dir, und dein Name ist nahe in unserm Munde. Man erzählt deine Wunder. Wann erzählen wir sie? Zur Zeit der Erlösung, wie es heißt:
Vers 3. Zur Frist, die Ich mir setze, werde Ich redlich richten. Vers 4. Es zerfließt die Erde und ihre Bewohner und ihre Seelen richte Ich auf. Sela. Als der Heilige, gelobt sei Er, den Israeliten die Thora geben wollte, fing die Welt an zu zerfließen und zu wanken, dass vielleicht, was G-tt verhüte, die Israeliten die Thora nicht annehmen möchten und die Welt wieder in Öde und Leere (in das Tohu wa-Bohu) verwandelt würde; als sie aber sprachen: Wir wollen tun und gehorchen, beruhigte sich die Welt auf ihrem Orte, wie es heißt: Ich richte ihre Säulen auf. Sela.4

„6 Und beobachte die Gebote des Ewige, deines G-ttes, um auf Seinen Wegen zu wandeln und Ihn zu ehrfürchten, 8 denn der Ewige, dein G-tt, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Niederung und im Gebirge entspringen“ (Dwarim 8,6-7).

Midrasch Tehillim 94,2
[Vers 12 .Erlösung dem Manne, den Du züchtigst, Jah, und aus
Deiner Thora lehrest.]R. Meir sagt: (es heißt:) „Und du sollst erkennen mit deinem Herzen, dass ein Mann seinen Sohn züchtigt, [wie] der Ewige, Dein G-tt, dich züchtigt“ (Dwarim 6,5), d. h. du und dein Herz erkennen (wissen) die Taten, die Ich an dir getan, und die Leiden, die Ich über dich gebracht, dass Ich nicht nach Maßgabe deiner Taten Schmerzen über dich gebracht habe5.

R. Schim’on ben Jochai sagt: Die Leiden sind kostbar, denn drei kostbare Geschenke (Gaben) sind den Israeliten durch sie verliehen worden; die Völker der Welt sehnen sich nach ihnen, sie wurden ihnen aber nur durch das Verdienst der Leiden verliehen. Dieselben sind: Die Thora, die künftige Welt und das Land Israel. Die Thora, woher entnehmen wir das? Weil es heißt: „Zu erkennen Weisheit6 und Zucht“ (Mischle 1,2), und es heißt: Vers 12. Erlösung dem Manne, den Du züchtigst, Jah, und aus Deiner Thora lehrest. Das Land Israel, woher entnehmen wir das? Weil es heißt: „Und du sollst erkennen in deinem Herzen, dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, der Ewige, dein G-tt, dich züchtigt“ (Dwarim 8,5), d. i. sowie ein Mensch seinem Sohn Hiebe erteilt, so auch der Ewige, dein G-tt dir. Was folgt darauf? „Denn der Ewige bringt dich in ein gutes Land“ (dort V. 7). Die künftige Welt, woher entnehmen wir das? Weil es heißt: „Der Weg zum ewigen Leben חייםist Zurechtweisung und Zucht“ (Mischle 6,23).7 Du sprichst: Geh hinaus und sieh, welches der Weg ist, der den Mensch zum Leben der künftigen Welt führt? Du wirst einräumen, dass es die Leiden sind.

R. Jose bar Jehuda sagt: Beliebt sind die Leiden vor dem Heiligen, gelobt sei Er, denn der Name des Heiligen, gelobt sei Er, ruht auf dem, über den Leiden kommen, wie es heißt: „Denn, so wie ein Mann seinen Sohn züchtigt (ייסר), so züchtigt dich (מיסרך) der Ewige, dein G-tt“ (Dwarim 8,5). Den Du, Jah, züchtigst. Vorher züchtigt Er dich und nachher lässt Er dich erben die Thora, das Land Israel und das Leben der künftigen Welt.

R. Nathan bar Jose sagt: Beliebt sind die Leiden ייסורין, denn durch sie ist der Bund mit Israel geschlossen worden, wie es heißt: „Und Ich werde euch in die Zucht des Bundes מסרת הבריתbringen“ (Jecheskel 20,37).

R. Elieser ben Jakow sagt: Siehe es heißt: „Denn, wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht, „und wie ein Vater an dem Sohne hat Er Wohlgefallen“ (Mischle 3,12). Lies nicht: וכאב [weke’aw], und wie ein Vater, sondern: וכאב [weke’ew], und wie der Schmerz. Wer zieht euch das Wohlgefallen eures Vaters in den Himmeln zu? Sage: die Leiden.

R. Nathan (R. Nechemja) sagt: Die Leiden sind beliebt, denn sowie die Opfer wohlgefällig machen, so machen auch die Leiden wohlgefällig. Von den Opfern heißt es: „Und er wird wohlgefällig, um ihn zu sühnen„ (Wajikra 1,4), und von den Schmerzen heißt es: „Und der Schmerz macht den Sohn wohlgefällig“ (Mischle 3,12). Und es heißt: „Und sie werden ihre Sünde wohlgefällig machen“ (Wajikra 26,43), und nicht nur das, sondern die Leiden machen sogar mehr wohlgefällig als die Opfer, denn die Opfer betreffen das Geld, die Leiden aber den Körper, wie es heißt: „Und alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben“ (Jiob 2,4). Daher: Erlösung dem Manne, den Du züchtigst, Jah, und aus Deiner Thora belehrest.

„der dich wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte“ (Dwarim 8,15).

Midrasch Tehillim 63,2
Vers 2. אלהים אלי G-tt, mein G-tt bist Du, ich suche Dich (אשחרך). Das ist, was die Schrift sagt: „Ich liebe, die Mich lieben, und die Mich suchen (ומשחרי), finden Mich“ (Mischle 8,17). Die Thora spricht: Ich liebe, die mich lieben; jeder, der mich liebt, den liebe ich.

Eine andere Auslegung: Jeder, der mich liebt, den liebe ich. Weil David Mich liebt, so liebe Ich ihn, und weil er Mich sucht, so suche Ich ihn und lasse Mich von ihm finden. Darum heißt es: G-tt, mein G-tt, ich such Dich.

Es dürstet nach Dir meine Seele, es lechzet nach dir mein Fleisch, im Lande der Steppe und Verschmachtung ohne Wasser. Das geht auf Edom. R. Jehoschua ben Levi hat gesagt: Mosche sprach: „Der dich führte durch die große und furchtbare Wüste, wo Schlange, Saraph, Skorpion und Durst, wo kein Wasser ist“ (Dwarim 8,15). „Schlange“ geht auf Babel, „Saraph“ auf Medien, „Skorpion“ auf Griechenland, „und Durst, wo kein Wasser ist“ auf Edom. Die Schlange hat einen Banner, der Saraph hat einen Banner und der Skorpion hat einen Banner, aber „Durst, wo kein Wasser ist“ hat keinen Banner. So gibt es auch für diese Frevlerin8 keinen Banner. Darum heißt es: Im Lande der Steppe und Verschmachtung, ohne Wasser. Unser Seele schmachtet nach den Worten der Thora und man lässt sie uns nicht finden, wie es heißt: „Die Armen und Dürftigen verlangen nach Wasser und es ist keins da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Ich, der Ewige, erhöre sie, Ich, der G-tt Israels, verlasse sie nicht“ (Jeschajahu 41,17).

„der dich wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte“ (Dwarim 8,15).

Midrasch Tehillim 22,11
Eine andere Auslegung: Vers 1. Nach: Hindin der Morgenröte. Das ist, was die Schrift sagt: „Wer ist diese, die wie die Morgenröte hervorblickt“ (Schir HaSchirim 6,10)? „Diese זאת“ geht auf Israel, denn es heißt: „Dieser dein Wuchs der Palme gleich“ (dort 7,8). Als die Israeliten in der Wüste wanderten, zog die Bundeslade vor ihnen her, wie es heißt (Bemidbar 10,33): „und die Bundeslade zog vor ihnen her“. Nach R. Eleasar im Namen des R. Jose ben Simra gingen wie Feuerstahlen zwischen den beiden Stangen der Lade hervor und verbrannten die Schlangen, die wie das Gebälk in der Kelter, und die Skorpionen, die wie Zweige waren, wie es heißt: „Der dich geleitet durch die große und furchtbare Wüste, wo Schlange, Seraph und Skorpion“ (Dwarim 8,15), sie steckten vor ihnen sogar die Dornen und Disteln in Brand. Die Völker der Welt sahen den Rauch und sprachen: „Wer ist, die da aufsteigt von der Wüste wie Rauchsäulen?“ (Schir HaSchirim 3,6). Sie sahen, wie der Heilige, gelobt sei Er, ihnen Wunder tat, ihnen das Manna herab sandte, den Brunnen ihnen aufsteigen ließ, die Wachteln ihnen herbeiwehte und Er selbst in Seiner Herrlichkeit ihnen leuchtete, wie es heißt: „Und der Ewige ging vor ihnen her am Tage“ (Schemot 13,2), und die Völker der Welt sahen die Wolke bei Tage und das Licht des Feuers bei Nacht und sie sprachen: „Wer ist die wie die Morgenröte hervorblickt?“ (Schir HaSchirim 6,10)9. Wer ist diese Nation, deren ganzer Dienst Licht ist? Ihre Thora ist Licht, wie es heißt: „Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Thora ist Licht“ (Mischle 6,23); ihr G-tt ist Licht, wie es heißt: „Und es wird das Licht Israels zum Feuer und [sein Heiliger zur Flamme]“ (Jeschajahu 10, 17); ihr Erlöser ist Licht, wie es heißt: „Auf mein Licht, denn es kommt dein Licht“ (Jeschajahu 60,1); ihre Freunde ist Licht, wie es heißt: „Das Licht der Gerechten erfreut“ (Mischle 13, 9), und so heißt es für die Zukunft: „Licht ist ausgesät dem Gerechten“ (Tehillim 67,11). Es sind göttliche Wesen und keine Menschenkinder.

„Sondern du sollst den Ewigen, deinen G-tt, gedenken, dass Er es ist, der dir Kraft gibt, erfolgreich zu sein; auf dass Er Seinen Bund aufrecht halte, den Er deinen Vätern geschworen hat, wie es an diesem Tage ist“ (Dwarim 8,18).

Midrasch Tehillim 18,27
Vers 33. Der G-tt, der mich umgürtet mit Kraft, wie es heißt: „Denn Er ist es, der dir Kraft gibt, erfolgreich zu sein“ (Dwarim 8,18). Und Er macht makellos meinen Weg, denn Er gibt mir Lohn nach der Makellosigkeit meines Weges. An einer andern Stelle heißt es: „Und Er lässt übrig, makellos ist Sein Weg (ויתר תמים דרכו)“ (2. Schmu’el 2,33), denn Er gestattet mir, König in dieser Welt und in der Künftigen Welt zu sein, weil ich in Makellosigkeit Seines Weges wandele.

Vers 34. Er macht gleich den Hindinnen meine Füße, sobald ich in den Krieg in das Ausland ziehe; und auf meinen Höhen, im Lande Israel, stellt Er mich, indem Er mich zurückkehren lässt.

Vers 35. Er übt meine Hände zum Kriege und den ehernen Bogen drücken meine Arme nieder, und dich zu lehren, dass David den ehernen Bogen nahm und ihn krümmte.

Eine andere Auslegung: Es ist leichter für den Menschen, den ehernen Bogen zu krümmen, als den Arm Davids zu krümmen.

Eine andere Auslegung: Und den ehernen (קשת נחושה) Bogen drücken meine Arme nieder, denn er kam von Nachshon (נחשון), der aus dem Stamme Jehuda war, wie es heißt: „Und er sprach, dass man die Söhne Jehudas den Bogen lehre“ (2. Schmu’el 1,18).

„3 So wisse heute, dass der Ewige, dein G-tt, es ist, der vor dir her hinübergeht, ein verzehrendes Feuer; Er wird sie vertilgen, und Er wird sie vor dir beugen; und du wirst sie austreiben und sie schnell vernichten, so wie der Ewige zu dir geredet hat. 4 Sprich nicht in deinem Herzen, wenn der Ewige, dein G-tt, sie vor dir ausstößt: Um meiner Gerechtigkeit willen hat der Ewige mich hierher gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen; denn um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt der Ewige sie vor dir aus. 5 Nicht um deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen; sondern um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt der Ewige, dein G-tt, sie vor dir aus, und damit Er das Wort aufrecht halte, welches der Ewige deinen Vätern, Abraham, Jizchak und Jakow, geschworen hat“ (Dwarim 9,3-5).

Midrasch Tehillim 107,1
Vers 1. Danket dem Ewigen, denn Er ist gütig, und ewiglich währt Seine Gnade. Vers 2.So sollen die vom Ewigen Erlösten sprechen, die Er erlöst hat aus der Hand des Feindes. Das ist, was die Schrift sagt: „Meinetwegen, Meinetwegen tue Ich es“ (Jeschajahu 48,11). „Meinetwegen tue Ich es (למעני אעשה)“ heißt es nicht, sondern: „Meinetwegen, Meinetwegen (למעני למעני)“. Der Heilige, gelobt sei Er, sprach: Ich tue es nur, damit Mein Name nicht entheiligt werde. Warum heißt es zweimal: „Meinetwegen, Meinetwegen“? Der Heilige, gelobt sei Er, sprach: Zur Zeit, da ihr in Ägypten wart, erlöste Ich euch wegen Meines Namens, auch in Edom werde Ich es tun wegen Meines Namens, wie es heißt: „Und Er wird sie erretten, um Seines Namens willen“ (Tehillim 106,8). Und so wie Ich euch in dieser Welt erlöst habe, so erlöse Ich euch auch für die künftige Welt. Daher heißt es zweimal: „Meinetwegen, Meinetwegen“.10 Und warum? „Und Meine Ehre gebe Ich keinem andern“ (dort).

R. Huna, der Priester, bar Abin hat gesagt: Das ist es, wodurch Mosche die Israeliten am Ende der vierzig Jahre ermahnte. „So wisse denn heute, dass der Ewige dein G-tt ist … nicht wegen deiner Gerechtigkeit und der Gradheit deines Herzens bist du dahin gekommen, das Land in Besitz zu nehmen“ (Dwarim 9,3.5), d. i. nicht wegen deiner Gerechtigkeit und der Gradheit deines Herzens bist du dahin gekommen, ihr Land in Besitz zu nehmen, sondern wegen der Frevelhaftigkeit der Völker. Siehe, das sind drei. Der Heilige, gelobt sei Er, sprach nämlich zu ihnen: Ich habe es nicht wegen Abrahams, Jizchaks und Jakows getan. Weswegen denn? Wegen Meines großen Namens. David sprach: Da Er es wegen Seines großen Namens tut, so danket dem Ewigen, denn Er ist gütig.

R. Berachja im Namen des R. Chelbo im Namen des R. Schmu’el hat gesagt: Wer sprach: So sollen die vom Ewigen Erlösten sprechen? Sage: Die Israeliten. Ebenso erklärt Jeschajahu: „Und die Befreiten des Ewigen werden zurückkehren“ (Jeschajahu 35,10), d. i. nicht die von Elijahu Erlösten und die vom König Maschiach Erlösten, sondern die vom Ewigen Erlösten. Darum heißt es: „Die vom Ewigen Erlösten“.

1 Vergl. Psikta des Rab Kahana Piska ויהי בשלח (pag. 32 a)
2 Lwanon– das ist der Tempel, der weiß macht von Sünden.
3 Der Plural wird gedeutet.
4 Vergl. Bereschit Rabba 66.
5 Sinn: Du und dein Herz mögen doch dein Verhalten gegen Mich und Mein Verhalten gegen dich und die Leiden erkennen, die Ich über dich gebracht, die nicht so waren, wie du eigentlich verdient hättest.
6 Weisheit ist die Thora
7 Da חיים mit zwei י geschrieben ist, ist das Leben in dieser und in der künftigen Welt gemeint. Siehe Bereschit Rabba 14,5, Midrasch Tanchuma (Sammlung Warschau), Parascha Tasria 1.
8 Gemeint ist Edom.
9 Vergl. Midrasch Schir HaSchirim 3. 5. V. מי זאת עולה המדבר; Bereschit Rabba 87
10 „Meinetwegen“ in dieser Welt; „Meinetwegen“ für die künftige Welt.

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