Midrasch Tehillim zur Parascha Wesot HaBracha, Teil 2

06. Mai 2012 geschrieben von   Freigegeben in Wezot Habracha Tehillim
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ב"ה

Zusammengestellt von Baruch ben Mordechai HaKohen, 5769

8 Und von Levi sprach er: Deine Tummim und Deine Urim sind für Deinen Frommen, den Du versucht hast zu Massa, mit dem Du hadertest bei dem Wasser von Meriba; 9 der von seinem Vater und von seiner Mutter sprach: Ich sehe ihn nicht; und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen nichts wusste. Denn sie haben Dein Wort beobachtet, und Deinen Bund bewahrten sie. 10 Sie werden Jakob lehren Deine Rechte, und Israel Deine Thora; sie werden Weihrauch legen vor Deine Nase und Ganzopfer auf Deinen Altar. 11 Segne, Ewiger, sein Vermögen, und das Werk seiner Hände lass dir wohlgefallen; zerschmettere die Lenden derer, die sich wider ihn erheben, und seiner Hasser, dass sie nicht mehr aufstehen!“ (Dwarim 33,8-11).

Midrasch Tehillim 18,21
Vers 18.
Er rettet mich von meinem Feinde, dem starken… R. Simon deutete diese Worte auf den dritten Monat. Er rettet mich von meinem Feinde, dem starken, d. i. Pharao, wie es heißt: „Der Feind sprach“ (Schemot 15,9); und von meinen Hassern, denn sie sind stärker als ich, d. s. die Ägypter. Vers 19. Sie überfielen mich am Tage meines Unglücks, d. i. Amalek, wie es heißt: „der dich traf auf dem Wege“ (Dwarim 25,18); und der Ewige ward mir zur Stütze, [wie es heißt]: „Und die Hände Mosches waren schwer“ (Schemot 17,12), „und Josua brach die Kraft Amaleks“ (dort V. 13).
Vers 20. Und Er führte mich heraus auf weiten Raum, denn Er gab mir die Thora, die רחבה, weiter Raum genannt wird, wie es heißt: „Länger denn die Erde ist ihr Maß und breiter (ורחבה) als das Meer“ (Jiob 11,9). Er befreite mich, denn Er hat Wohlgefallen an mir, denn Er rettete mich vor der Niederlage und vergab mir die Sünde hinsichtlich des Kalbes.
Vers 21. Es vergilt mir der Ewige nach meiner Gerechtigkeit. Der Vers redet vom Stamme Levi, der nicht bei jenem Werke (dem goldenen Kalbe) war. Was wollen die Worte sagen: Nach meiner Hände Lauterkeit כברירות, die meine Hände getan, erstattet Er mir.
Vers 22. Denn gewahrt habe ich die Wege des Ewigen, beim Werke des Kalbes, und frevelte nicht an meinem G-tt, (wie es heißt): „Und Mosche stellte sich in das Tor des Lagers und sprach: Wer es mit dem Ewigen hält, zu mir!“ (Schemot 32,26). R. Berechja im Namen des R. Schim’on ben Lakisch hat gesagt: Wer will wohl nicht in des Königs Nähe sein? Allein die Worte: „Wer es mit dem Ewigen hält, zu mir!“ wollen sagen: Wer keinen Ring zum Kalbe gegeben hat, komme zu mir! Sofort „Versammelten sich zu ihm alle Kinder Levis“ (dort).
Vers 23. Denn alle Seine Rechte sind vor mir, (wie es heißt): „Sie lehren Dein Rechte dem Jakow“ (Dwarim 33,10). Und Seine Satzungen entferne ich nicht von mir, (wie es heißt): „und frage, dass sie dir künden die Sache des Rechts“ (dort 17,9).
Vers 24. Und ich bin untadelig vor Ihm, Und zu Levi spricht Er: „Dein Recht und Dein Licht“ (dort 33,8)1. Was ist der Grund? Weil ich mich vor meiner Sünde hüte.
Vers 25. Da erstattete der Ewige mir nach meiner Gerechtigkeit, (wie es heißt): „Darum ward dem Levi kein Anteil noch Erbe mit seinen Brüdern, denn der Ewige ist sein Erbteil“ (dort 10,9). Nach der Lauterkeit meiner Hände erstattet Er mir, (wie es heißt): „Und es sei ihm und seinem Samen nach ihm“ (Bemidbar 25,13).
Vers 26. Mit dem Frommen verfährst Du gütig, (wie es heißt): „Deinem frommen Manne“ (Dwarim 33,8). Mit dem untadeligen Manne untadelig, d. i. er wurde für würdig befunden, sich mit den Urim und Tumim zu kleiden.

„Und von Levi sprach er: Deine Tummim und Deine Urim sind für Deinen Frommen, den Du versucht hast zu Massa, mit dem Du hadertest bei dem Wasser von Meriba“ (Dwarim 33,8).

Midrasch Tehillim 25,12
Vers 12. Wer ist der Mann, der den Ewigen fürchtet? Das ist Abraham, wie es heißt: „Denn nun weiß Ich, dass du G-tt fürchtest“ (Bereschit 22,12). Dem zeigt Er den Weg, den er wählen soll, denn Er zeigte ihm den guten Weg, Seinen Namen zu erkennen, wie es heißt: „Ich bin der Allmächtige G-tt, wandle vor Mir und sei vollkommen תמים“ (dort 17,1).
Vers 11. Seine Seele wohnt im Glück, wie es heißt: „Und du sollst zu deinen Vätern in Frieden, kommen“ (dort 15,15). Und sein Same wird das Land besitzen, wie es heißt: „Deinem Samen gebe Ich dies Land“ (dort V. 18).

Eine andere Auslegung: Wer ist der Mann, der den Ewigen fürchtet? Das ist Joseph, wie es heißt: „G-tt fürchte ich“ (dort 42,18). Dem zeigt Er den Weg, den er wählen soll, denn er sündigte nicht mit Potiphars Weibe. Seine Seele wohnt im Glück, d. i. im Grabe. Und sein Same wird das land besitzen, wie es heißt: „Und es gingen die Sohne Machirs, des Sohnes Menassches, nach Gilead und nahmen es ein“ (Bamidbar 32,39).

Eine andere Auslegung: Wer ist der Mann? Das ist Levi, es heißt: „Und es sei ihm und seinem Samen nach ihm der Bund eines ewigen Priestertums“ (Bamidbar 25, 13).

„Und von Levi sprach er: Deine Tummim und deine Urim sind für deinen Frommen, den Du versucht hast zu Massa, mit dem Du hadertest bei dem Wasser von Meriba” (Dwarim 33,8).

Midrasch Tehillim 25,12
Vers 12. Wer ist der Mann, der den Ewigen fürchtet? Das ist Abraham, wie es heißt: „Denn nun weiß Ich, dass du G-tt fürchtest“ (Bereschit 22,12). Dem zeigt Er den Weg, den er wählen soll, denn Er zeigte ihm den guten Weg, Seinen Namen zu erkennen, wie es heißt: „Ich bin der Allmächtige G-tt, wandle vor Mir und sei vollkommen תמים“ (dort 17,1).
Vers 11. Seine Seele wohnt im Glück, wie es heißt: „Und du sollst zu deinen Vätern in Frieden, kommen“ (dort 15,15). Und sein Same wird das Land besitzen, wie es heißt: „Deinem Samen gebe Ich dies Land“ (dort V. 18).

Eine andere Auslegung: Wer ist der Mann, der den Ewigen fürchtet? Das ist Joseph, wie es heißt: „G-tt fürchte ich“ (dort 42,18). Dem zeigt Er den Weg, den er wählen soll, denn er sündigte nicht mit Potiphars Weibe. Seine Seele wohnt im Glück, d. i. im Grabe. Und sein Same wird das land besitzen, wie es heißt: „Und es gingen die Sohne Machirs, des Sohnes Menassches, nach Gilead und nahmen es ein“ (Bemidbar 32,39).

Eine andere Auslegung: Wer ist der Mann? Das ist Levi, es heißt: „Und es sei ihm und seinem Samen nach ihm der Bund eines ewigen Priestertums“ (Bemidbar 25, 13).

„Von Benjamin sprach er: Der Liebling des Ewigen! In Sicherheit wird er bei Ihm wohnen; Er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen Seinen Schultern wohnt er“ (Dwarim 33,12).

Midrasch Tehillim 84,1
Vers 1.
Dem Sieger auf der Kelter על הגתית. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm.
Das ist, was die Schrift sagt: „Und Ich stampfte Völker in Meinem Zorn und berauschte sie mit Meinem Grimm und ließ zur Erde rinnen ihren Saft“ (Jeschajahu 63,6). Was liegt uns ob zu sagen? „Die Huld des Ewigen will ich preisen“ (dort 63,7). Jeder, der dieser Kelter (גת) sieht, gibt Sieg (נצחון)2. Jeschjahu sah sie und sprach: „Warum ist Dein Gewand wie des Keltertreters … die Huld des Ewigen will ich preisen“ (dort V. 2. u. 7). Auch David sah sie und sprach: „Dem Sieger auf der Kelter. Ein Psalm“ (Tehillim 8,1). Es sah sie Assaph und sprach: „Dem Sieger auf der Kelter. Von Assaph“ (Tehillim 81,1). Die Söhne Korachs sahen sie uns sprachen: Dem Sieger auf der Kelter. Von den Söhnen Korachs.
Vers 2. Wie lieblich sind Deine Wohnungen, d. i. wie lieblich ist es in ihnen, dass Du um ihretwillen diese Kelter trittst; denn wer seine Hand nach dem Heiligtum ausstreckt, den wird der Heilige, gelobt sei Er, einst in die Kelter tun. Und so heißt es: „Stimme des Getöses aus der Stadt, Stimme aus dem Tempel, Stimme des Ewigen, der Vergeltung zahlt Seinen Feinden“ (Jeschajahu 66,6). „Stimme des Getöses“, nämlich über das, was sie in Seiner Stadt getan haben; „Stimme aus dem Tempel“, nämlich über das, was sie in Seinem Tempel getan haben. Das wollen die Worte sagen: Wie leiblich (ידידות) sind Deine Wohnungen. Das Heiligtum wird lieblich (ידיד) genannt, und der, welcher es erbaut hat, heißt lieblich (ידיד), wie es heißt: „Und er nannte seinen Namen: Der Liebling Jah’s (ידידיה)“, und der, in dessen Teile es erschaffen worden, heißt auch lieblich (ידיד), wie es heißt: „Zu Benjamin sprach er: Der Liebling (ידיד) des Ewigen“ (Dwarim 33,12)3. Und ebenso sprach David: „Auf dass gerettet werden Dein Lieblinge (ידידיך)“ (Tehillim 60, 7).

„13 Und von Joseph sprach er: Gesegnet vom Ewigen sei sein Land - vom Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Tiefe, die unten lagert; 14 und vom Köstlichsten der Erträge der Sonne und vom Köstlichsten der Triebe der Monde; 15 und vom Vorzüglichsten der Berge der Urzeit und vom Köstlichsten der ewigen Hügel; 16 und vom Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle; - und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnte: Es komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Enthaltsamsten unter seinen Brüdern ! 17 Sein ist die Majestät des Erstgeborenen Seines Stiers; und Hörner des Büffels sind seine Hörner. Mit ihnen wird er die Völker niederstoßen allzumal bis an die Enden der Erde. Und das sind die Zehntausende Ephraims, und das die Tausende Menasches“ (Dwarim 33,13-17).

Midrasch Tehillim 92,10
Vers 5. Denn erfreut hast Du mich, Ewiger, durch Deine Taten, ob dem Werke Deiner Hände juble ich. Adam sprach: Der Heilige, gelobt sei Er, erfreute mich und führte mich in das Paradies und zeigte mir den Ort der Wohnung der Gerechten im Paradiese und zeigte mir die vier Reiche, herrschend und untergehend, und zeigte mir David, den Sohn Ischais, herrschend in der künftigen Welt und ich nahm von meinen Jahren siebzig Jahre und fügte sie seinen Tagen hinzu, wie es heißt: „Tage fügst du hinzu zu den Tagen des Königs, seine Jahre seien für ewige Geschlechter“ (Tehillim 61,7); ich zollte G-tt Jubel und Lob und Gesang nach seinen Werken, wie es heißt: Ob dem Werke Deiner Hände juble ich.
Vers 6. Wie groß sind Deine Werke, Ewiger! Er fing an zu sprechen und zu loben den großen göttlichen Namen und sagte: Wie groß sind Deine Werke, Ewiger! Aber für die Tiefe deiner Gedanken ist ein sehr großer Abgrund, wie es heißt: Sehr tief sind Deine Gedanken.
Vers 7. Der Dumme erkennt nicht, d. i. einen Menschen, der dumm ist von Israel und nicht Einsicht gelernt hat, sollen die Weisen Israels Einsicht lehren, wie es heißt: „Macht verständig die Dummen im Volke“ (Tehillim 94,8).
Vers 8. Wenn aufblühen die Frevler wie Gras, d. i. zur Zeit, wenn du siehst, dass sich die Frevler wie Gras mehren, [um die Oberfläche der Erde zu bedecken, und blühen alle Frevler, obgleich sie und ihre Werke Unheil sind, hoffe auf die Tage des Maschiach. Er sprach nicht Halleluja, bis er sah, dass sie einst vertilgt werden würden, wie es heißt: um sie zu vertilgen auf ewig. Und so heißt es auch: „Es werden verschwinden die Sünder von der Erde“ (Tehillim 104,35). Dann ist der Heilig, gelobt sei Er, König, erhaben bei den Oberen und bei den Unteren, wie es heißt:

Vers 9. Du aber bist erhaben immerdar, Ewiger. Vers 10. Denn siehe, Deine Feinde, Ewiger! Die Israeliten sprachen vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Herr der Welten! Deine Feinde haben uns zwar ein hartes Joch auf unsere Hälse gelegt, aber wir wissen, dass sie einst zu Grunde gehen werden, wie es heißt: Denn siehe, Deine Feinde gehen unter, und alle Götzendiener zerstreuen sich wie Spreu vor dem Winde, wie es heißt: Es zerstreuen sich alle Übeltäter.
Vers 11. Und Du erhöhst, wie das des Reem, mein Horn. Wie die Hörner des Reem höher sind als die aller Tiere, und es nach allen vier Winden der Welt, und seine Hörner sind höher als die aller Menschenkinder, und über ihn hat Mosche gesagt: „sein erstgeborener Stier – er ist staatlich, und des Reem Hörner sind seine Hörner, mit ihnen stößt er die Völker allesamt bis zu den grenzen der Erde. Und das sind die Myriaden Ephraims und das sind die Tausende Menasches“ (Dwarim 33,17). Und die Könige stellen sich wider ihn zusammen, um ihn umzubringen, wie es heißt: „Und die Könige der Erde stellen sich zusammen“ (Tehillim 2,2), und die Israeliten, die auf der Erde sind, befinden sich in großer Not, aber in ihrer Not sind sie wie ein frischer Ölbaum, wie es heißt: Ich bin getränkt mit frischem Öl.
Vers 12. Und es schaut mein Auge auf meine Laurer. Die Israeliten sehen ihren Fall, wie es heißt: Und es schaut mein Auge auf meine Laurer.
Vers 13. Der Gerechte – wie eine Palme blüht er. Wie diese Palme schön ist in ihrer Erscheinung und alle ihre Früchte süß und angenehm (gut) sind, so ist auch der Sohn Davids schön in seiner Erscheinung und alle seine Taten sind süß und angenehm vor dem Heiligen, gelobt sei Er!

„Sein ist die Majestät des Erstgeborenen Seines Stiers; und Hörner des Büffels sind seine Hörner. Mit ihnen wird er die Völker niederstoßen allzumal bis an die Enden der Erde. Und das sind die Zehntausende Ephraims, und das die Tausende Menasches“ (Dwarim 33,17).

Midrasch Tehillim 81,7
Vers 6. Ein Zeugnis in Joseph ist Sein Name. Lies nicht: שמו , sondern שמו, Sein Name. Jah, der Name (שמו) des Heiligen, gelobt sei Er, bezeugt Joseph, dass er die Ehefrau Potiphars nicht berührt hat. Als Er auszog gegen das Land Ägypten.Unsere Rabbanan haben gelehrt: Am Neujahrstage ging Joseph aus dem Gefängnisse heraus4, wie es heißt: Vers 7. Entrückt habe Ich der Lastarbeit seine Schulter. Was heißt: כפיו מדוד תעבורנה ,seine Hände gingen aus dem Topfe hervor? Dass er nicht mehr Diener sei dem Obersten der Köche, sowie es heißt: „und er schlug in den Kessel oder in den Topf“ (1. Schmu’el 2,14). Unsere Rabbanan haben gesagt: Aus dem Topfe der Knechtschaft Ägyptens, um dich zu lehren, dass die Söhne Josephs in Ägypten nicht geknechtet wurden sowie es heißt: „Sein erstgeborner Stier, er ist stattlich“ (Dwarim 33,17). Wie der erstgeborene Stier nicht zur Arbeit herangezogen wird, wie es heißt: „Du sollst nicht arbeiten mit dem Erstgeborenen deines Oschsen“ (dort 15,10), so wurde auch der Same Josephs in Ägypten nicht geknechtet. Unterדוד , Topf, ist nichts anderes als die Dienstbarkeit Ägyptens zu verstehen, wie es heißt: „Als wir beim Topfe (על סיר) des Fleisches saßen„ (Schemot 16,3), was das Targum mit על דודא רבשרא wiedergibt. Daraus folgt, dass sie, als sie sich abschiedeten, um in ihre Häuser zu gehen, auf den Strassen Ägyptens plünderten, wie es heißt: „Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen“ (Bamidbar 11,5) und ferner: „als wir bei den Fleischtöpfen saßen“ (Schemot 16,3). Aber die Söhne Josephs waren nicht versklavt und saßen nicht bei den Fleischtöpfen, sondern waren Schildträger und Krieger und so heißt es: „Die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, wandten um am Tage des Kampfes“ (Tehillim 78,9). Das ist gemeint mit: Entrückt habe Ich der Lastarbeit seiner Schulter.

„18 Und von Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, deines Auszugs, und du, Issaschar, deiner Zelte! 19 Sie werden Völker zum Berge laden; daselbst werden sie Opfer der Gerechtigkeit opfern; denn sie werden saugen die Fülle der Meere und die verborgenen Schätze des Sandes“ (Dwarim 33,18-19).

Midrasch Tehillim 68,14
Vers 27. In Versammlungen preiset G-tt. Das geht auf die Kinder. Aus der Quelle Israels. Das geht auf die Embryonen im Leibe ihrer Mutter. Daraus erhellt, dass jeder einzelne mit seinem Finger angesichts der Schechina zeigte und sprach: „Dieser ist mein G-tt und Ihn will ich verherrlichen“ (Schemot 15,2).
Vers 28. Dort war Benjamin, der jüngste, ihr Herrscher. R. Meir sagt: Als die Stämme am Meere standen, sprach der eine: Ich steige zuerst hinab und der andere sprach: Ich steige zuerst hinab, während sie dastanden und miteinander stritten, sprang der Stamm Benjamin zuerst in das Meer, wie es heißt: Dort war Benjamin, der jüngste רדם. Liess nicht רדם, sondern רד ים, er stieg in das Meer hinab. Da fingen die Fürsten Jehudas an sie mit Steinen zu bewerfen, wie es heißt: Die Fürsten Jehudas steinigten sie (רגמתם). Der Heilige, gelobt sei Er, aber sprach zu ihnen: Meine Kinder! Da ihr beide auf ein gutes Werk und auf Meine Ehre bedacht wart, so will Ich euern Lohn nicht beeinträchtigen, wie es heißt: „Zu Benjamin sprach er: Der Liebling des Ewigen“ (Dwarim 13,12), ferner: „Benjamin ist ein reißender Wolf“ (Bereschit 44,27), denn er verdient, dass die Schechina in seinem Teil (Gebiet) ruhe, und der Stamm Jehuda ist würdig zur Herrschaft, wie es heißt: Jehuda, ihrer ist der Purpur (רגמתם), denn sie verdienen, in Purpurgewänder sich zu kleiden. Und so heißt es: „Hierauf befahl Belschazar und man legte Daniel Purpur (ארגוונא) an“ (Daniel 5,29).

Die Fürsten Sebulon, die Fürsten Naphtali. Daraus erhellt, dass, sowie den Israeliten Wunder am Meere durch den Stamm Jehuda und Benjamin geschahen den Israeliten auch Wunder durch Sebulon und Naphtali in den Tagen Deboras und Baraks geschahen, wie es heißt: „Und sie schickte und rief den Barak, Sohn Abinoams aus Kedesch Naphtali“ (Schoftim 4,6), desgleichen: „Sebulon; ein Volk, sein Leben bloßstellend dem Tode, und Naphtali auf den Höhen des Gefildes“ (dort 5,18).

„20 Und von Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin lagert er und zerreißt Arm und Scheitel. 21 Und er hat das Erste des Landes sich ersehen, denn dort war der Anteil des Gesetzgebers aufbewahrt; und er ist an der Spitze des Volkes gezogen, hat ausgeführt die Gerechtigkeit des Ewigen und Seine Gerichte mit Israel“ (Dwarim 33,20-21).

Midrasch Tehillim 90,5
Vers 1. Gebet von Mosche, dem Manne G-ttes איש אלהים. Wenn es איש, Mann heißt, warum steht אלהים, G-tt; und wenn esאלהים heißt, warum steht איש, Mann?5 Allein in dem Augenblicke, da er vor Pharao stand, war er wie G-tt, wie es heißt: „Siehe, Ich mache dich Pharao zum G-tt“ (Schemot 7,1), und in dem Augenblicke, als er vor Pharao floh, war er ein Mann.

Eine andere Auslegung: Als er in den Fluss geworfen wurde, war er ein Mann, als aber die Wasser sich in Blut verwandelten, war er wie G-tt.

Eine andere Auslegung: Als er zur Höhe stieg, war er ein Mann. Worin besteht der Vorzug einer Leuchte vor einem Talglichte? Worin besteht der Vorzug eines Talglichtes vor Mosche?6 Fleisch und Blut steigt hinauf vor dem Heiligen, gelobt sei Er, der ganz Feuer ist und dessen Diener Feuer sind, und Mosche stieg hinauf zu Ihm und wurde Mann genannt; als er wieder herabstieg, hieß er G-tt.

Eine andere Auslegung: Als er hinauf zu G-tt stieg, wo nicht gegessen und getrunken wird, und auch er nicht aß und nicht trank, heißt er G-tt, und als er wieder herabstieg und aß und trank, heißt er Mann.

R. Abin hat gesagt: Von seiner Mitte aufwärts heißt er G-tt und von seiner Mitte nach unten zu heißt er Mann.

R. Eleasar hat gesagt: Mosche war aus einer Metropole, wie es heißt: „Nicht also Mein Knecht Mosche, in Meinem ganzen Hause ist er treu“ (Bemidbar 12,7).

Eine andere Auslegung: „איש אלהים“ bedeutet soviel wie גברא דיינא, ein Richter, wie es heißt: „Das Recht des Ewigen tut er und Seine Gerichte mit Israel“ (Dwarim 33,21), denn er sprach: Das Recht mag den Berg durchbohren7.

Eine andere Auslegung: Er stieß harte Worte gegen die Eigenschaft der Gerechtigkeit aus, wie es heißt: „Wenn der Ewige neue Schöpfung schafft…“ (Bemidbar 16,30). Mosche sprach nämlich: Wenn der Heilige, gelobt sei Er, den Mund der Erde seit den sechs Schöpfungstagen erschaffen hat, so ist’s gut, wenn nicht, so soll Er ihn jetzt erschaffen, wegen Korach und seines Anhanges8.

Eine andere Auslegung:איש אלהים. Er hat die Eigenschaft des Rechtes geneigt zur Eigenschaft der Barmherzigkeit. Der Heilige, gelobt sei Er, sprach: „Ich will es mit Pest schlagen und auftreiben“ (Bemidbar 14,12), Mosche aber sprach: „Vergib doch die Sünde dieses Volkes nach der Größe Deiner Gnade“ (dort V. 19), und es heißt: „Und der Ewige sprach: Ich vergebe nach deinem Worten“ (dort V. 20).

Eine andere Auslegung:R. Jehuda bar R. Simon im Namen des R. Schim’on ben Lakisch hat gesagt: Warum heißt er Mann G-ttes? Wie dieser Mann, wenn er das Gelübde seiner Ehefrau auflösen will, so löst er es auf; wenn er es bestätigen will, so bestätigt er es, wie es heißt: „Ihr Mann kann es bestätigen und ihr Mann kann es auflösen“ (Bemidbar 30,14). So sprach auch Mosche zum Heiligen, gelobt sei Er, wenn man es sagen kann: „Auf, Ewiger!“ (dort 10,35); „Kehre zurück, Ewiger!“ (dort V. 35).

1 Das sind die Lose
2 D. i. er stimmt eine Lobpreisung an.
3 S. Menachot 53b.
4 Vergl. Rosch HaSchana 10b und 11a.
5 Sinn: Warum wird Mosche Rabbenu mit zwei Namen genannt, Mann und G-tt.
6 S. Sukka 56b.
7 S. Sanhedrin 6b.
8 Vergl. Bemidbar Rabba 18.

 
 
 
 
 
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