Midrasch Tehillim zur Parascha Wa’era, Teil 2

06. Mai 2012 geschrieben von   Freigegeben in Wa'era Tehillim

ב"ה

Zusammengestellt von Baruch ben Mordechai HaKohen, 5769

1 Und der Ewige sprach zu Mosche: Gehe zu dem Pharao hinein und sprich zu ihm: So spricht der Ewige: Lass mein Volk ziehen, dass sie Mir dienen! 2 Und wenn du dich weigerst, es ziehen zu lassen, siehe, so will Ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen schlagen. 3 Und der Strom wird von Fröschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und in dein Haus kommen und in dein Schlafgemach und auf dein Bett und in die Häuser deiner Knechte und unter dein Volk und in deine Öfen und in deine Backtröge. 4 Und die Frösche werden heraufkommen über dich und über dein Volk und über alle deine Knechte“ (Schemot 8,1-4)

Midrasch Tehillim 28,2
Eine andere Auslegung: Vers 1. Zu Dir, Ewiger, rufe ich. Das ist, was die Schrift sagt: „Ewiger, unser G-tt, geschaltet haben Herren über uns außer Dir“ (Jeschajahu 26,13). Was heißt: „בעלונו“? Sie haben uns zertrümmert, vergl. die ähnliche Stelle: „Zerstiessest du den Narrenauch wie im Mörser mitten unter Körnen mit der Keule (בעלי)“ (Mischle 27,22).

R. Jehuda im Namen des R. Simai hat gesagt: Sie haben uns aufgefordert, ihren Götzen zu dienen, sowie ein Mann (בעל), der seine Frau in Angelegenheiten des Beischlafs auffordert. „Doch nur Deines Namens gedenken wir“ (Jeschajahu 26,13). Bevor Du noch Deinen Namen als Einziger uns bekannt gabst und uns Wunder tatest, heiligten wir bereits Deinen Namen. Nebuchadnezar, der Frevler, verhängte über uns, dass wir seinem Götzen dienen und seinem Bilde huldigen sollten, wir gaben lieber unsere Seelen dem Tode preis auf die Bedingung hin, dass wir dich nicht verleugnen wollten. Warum? „Es antworteten Schadrach, Meschach und Abednego und sprachen zu dem König! O Nebuchadnezar ... siehe, es ist unser G-tt, dem wir dienen, vermögend uns zu retten aus dem Ofen des brennenden Feuers,…wenn aber nicht, so sei dir, o König, kund, dass wir nie dienen werden deinen Göttern“ (Daniel 3,16.18). Wenn es „König“ heißt, warum steht noch „Nebuchadnezar“, und wenn es „Nebuchadnezar“ heißt, warum steht noch „König“? Allein sie sprachen zu ihm: Verhängst du Steuern und Abgaben über uns, so nennen wir dich König, wenn du uns aber zum Götzendienste zwingen willst, so erachten wir dich dem Hunde gleich, „deinen Göttern dienen wir nicht.“ Sofort wurde er mit Grimm erfüllt, wie es heißt: „Da wurde Nebuchadnezar voll Grimm“ (dort V. 19).

Nach R. Jochanan gab er den Befehl: Wenn er (der Ofen) mit einem Bündel geheizt ist, soll er mit sieben Bündeln geheizt werden. Nach unsern Rabbanan sprach er: Wenn er mit sieben Bündeln geheizt ist, soll er mit 49 Bündeln geheizt werden, wie es heißt: „Er hob an, und befahl, den Ofen zu durchheizen sieben Mal darüber, so man ihn pflege zu durchheizen“ (dort V. 19). Sie warfen sich selbst sofort in den Glutofen, um den Namen des Heiligen, gelobt sei Er, zu heiligen. Und woher kamen Chananja, Mischael und Asarja auf den Gedanken, sich selbst zur Heiligung des göttlichen Namens hineinzuwerfen? Weil sie einen Schluss von den Fröschen machten. Wie heißt es von ihnen? „Sei werden kommen in deine Öfen und in deine Backtröge“ (Schemot 7,28). Wann wird der Backtrog bei dem Ofen gefunden? Zur Zeit, wenn diese heiß ist. Daraus geht hervor, dass die Frösche sich selbst in den Ofen warfen und zur Heiligung des göttlichen Namens sich hinabstürzten. Und wie lohnte es ihnen der Heilige, gelobt sei Er, Alle Frösche, welche in Ägypten waren, starben, wie es heißt: „und es starben die Frösche weg aus den Häusern, aus den Höfen und von den Feldern“ (dort 8,9), aber jene, die sich in den Ofen hinabstürzten, starben nicht, weil sie sich selbst der Verbrennung überlieferten, um das Verhängnis des Heiligen, gelobt sei Er, zu erfüllen. Deshalb stiegen sie lebendig aus dem Ofen herauf und stürzten sich in den Fluss hinab, wie es heißt: „Nur im Flusse sollen sie bleiben“ (dort V. 7).

Theodoros, der Römer, sagte: Chananja, Mischael und Asarja schlossen und sprachen: Wenn schon die Frösche, die doch kein Verdienst der Väter besitzen, weil sie sich für die Heiligung des g-ttlichen Namens dem Tode überlieferten, gerettet würden, und wie viel mehr sind wir, die wir Kinder Abrahams, Jizchaks und Jakows sind und denen Heiligung des g-ttlichen Namens befohlen worden ist und denen der Heilige, gelobt sei Er, vollen Lohn bezahlen wird, verpflichtet, unser Leben zur Heiligung des g-ttlichen Namens hinzugeben!

Nach Palatin (Platira) dem Römer erschlossen sie (die drei Männer) es aus der Thora, sowie es heißt: „Aber ihr werdet suchen von da den Ewigen, euern G-tt, und du wirst Ihn finden, wenn du Ihn suchen wirst mit deinem ganzen Herzen“ (Dwarim 4,29).

Nach unseren Rabbanan erschlossen sie es von Jirmejahu, denn es heißt: „Und ihr werdet Mich suchen und finden, wenn ihr Mich suchen werdet mit eurem ganzen Herzen“ (Jirmejahu 29,13). „Doch nur Deiner allein“ (Jeschajahu 26,13), allein Deines Namens gedenken wir und allein Deinen Namen erwähnen wir, Dir und keinem andern G-tt.

24 Und alle Ägypter gruben rings um den Strom nach Wasser zum Trinken, denn von dem Wasser des Stromes konnten sie nicht trinken. 25 Und es wurden sieben Tage erfüllt, nachdem der Ewigen den Strom geschlagen hatte“ (Schemot 7,24-25).

Midrasch Tehillim 78,9
Vers 41. Und wiederum versuchten sie G-tt und den Heiligen Israels sehnten sie herbei (התוו). R. Chanina hat gesagt: Gleich einem Menschen, der da sagt: Ich will meinen Sohn schlagen. So sprachen auch die Israeliten vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Herr der Welt, nicht ein Mensch soll über uns herrschen, sondern Du sollst uns richten. Das wollen die Worte sagen: Und den Heiligen Israels sehnten sie herbei (התוו), weil sie Seine Herrschaft herbeisehnten (שהתאוו).

Eine andere Auslegung: Die Wunden waren an ihren Körper eingezeichnet, wie es heißt: „Und zeichne ein Zeichen (והתיית תו)“ (Jecheskel 9,4).

Eine andere Auslegung: Das Wort „התוו“ bezeichnet Kummer und Reue, denn wir pflegen תרדה, Zittern, durch תיוהא zu übersetzen.

Vers 43. Da Er in Ägypten Seine Zeichen getan und Seine Überredungen (ומופיתיו) auf Zo’ans Gefilde. Die Plagen haben sie überredet (gebessert) (מפיתות הבן).

R. Jehoschua ben Korcha im Namen des R. Schim’on ben Jochai und unsere Rabbanan haben gelehrt; Ein Monat war für jede Plage festgesetzt.[1] Wie so? Sieben Tage vor der Plage warnte er sie und 23 Tage warnte sie die Plage und sieben Tage waren zwischen Plage zu Plage zur Erholung, wie es heißt: „Und es vergingen sieben Tage, nachdem der Ewige den Fluss geschlagen“ (Schemot 7, 25). Das wollen die Worte sagen: Da Er in Ägypten Seine Zeichen getan.

1 Und der Ewige sprach zu Mosche: Sprich zu Aharon: Strecke deine Hand mit deinem Stabe aus über die Flüsse, über die Kanäle und über die Teiche, und lass die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen. 2 Da streckte Aharon seine Hand aus über die Wasser in Ägypten, und der Frosch צפרדעkam herauf und bedeckten das Land Ägypten“ (Schemot 8,1-2).

Midrasch Tehillim 18,13
Vers 45. Und der Frosch, der sie verdarb. Das ist der Frosch, wie es heißt: „Und der Frosch kam herauf“ (Schemot 8,2), denn er spaltete (alles) und kam herauf, um seine Sendung zu verrichten[2]. Darum heißt es: Und der Frosch, der sie verdarb. Was heißt: Der sie verdarb? Er verstümmelte sie (מסרסת אותם)[3]. In demselben Sinne heißt es: „Denn ihre Verstümmelung an ihnen ist ein Fehler an ihnen“ (Wajikra 22,25).
Vers 47. Er tötete durch Hagel ihren Weinstock und ihre Maulbeerbäume durch Reif. R. Huna hat im Namen des R. Schim’on ben Lakisch gesagt: Der Hagel fiel nämlich wie Äxte herab und zerstückte alle Bäume.[4]

R. Jochanan hat gesagt: Aus dem, was R. Schimeon ben Lakisch (gesagt hat), hörst (entnimmst) du zweierlei. בא חן ומל, Er kam sanft und niedermähend[5].

12 Und der Ewige sprach zu Mosche: Sprich zu Aharon: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub der Erde, und er wird zu Stechmücken werden im ganzen Lande Ägypten. 13 Und sie taten also; und Aharon streckte seine Hand mit seinem Stabe aus und schlug den Staub der Erde, und die Stechmücken כניםkamen über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Stechmücken im ganzen Lande Ägypten. 14 Und die Schriftgelehrten taten ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Stechmücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh. 15 Da sprachen die Schriftgelehrten zum Pharao: Das ist G-ttes Finger! Aber das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, so wie der Ewige geredet hatte“ (Schemot 8,12-15).

Midrasch Tehillim 78,15
Vers 49. Er sandte gegen sie Seine Zornglut. R. Jose der Galiläer sagt: Von zehn Plagen wurden die Ägypter in Ägypten geschlagen, wie es heißt: „Das ist ein Finger G-ttes!“ (Schemot 8,15). Und am Meere wurden sie von fünf Plagen geschlagen, wie es heißt: „Und Israel sah die große Hand“ (dort 14,31); denn die Hand hat fünf Finger.

Nach R. Elieser waren vier Plagen[6], wie es heißt: „Ein Finger G-ttes ist es“ (dort 8,15), d. i. vierwinkelig, denn er ist geviert[7], auf jede (Seite desselben) zehn Plagen, siehe, das sind 40 Plagen, und am Meere wurden sie mit 200 Plagen geschlagen, wie es heißt: Er sandte gegen sie Seine Zornglut, Wut und Grimm und Drangsal, eine Schar von Engeln des Unglücks. „עכרה, Wut“, d. i. eins, „זעס, Grimm,“ das sind zwei, „צרד, Drangsal,“ das sind drei, „משלחת מלאכי רעים, eine Schar von Engeln des Unglücks,“ das sind vier, siehe, das sind 200 Plagen, mit denen sie am Meere geschlagen wurden, wie es heißt: „Und Israel sah die große Hand“ (Schemot 14,31).

R. Akiba sagt: In Ägypten wurden sie mit fünf Plagen geschlagen, auf jede (Seite) nämlich zehn Plagen, siehe, das sind fünfzig Plagen, wie es heißt: „Das ist ein Finger G-ttes“ (Schemot 8,15). (Der Finger nämlich ist) fünfwinkelig und die Spitze des Fingers dazu, siehe, das sind fünfzig Plagen, mit denen sie in Ägypten geschlagen wurden. Und am Meere Wurden sie mit 250 Plagen geschlagen, wie es heißt: Und Er sandte gegen sie Seine Zornglut, Wut, Grimm und Drangsal, eine Schaar von Engeln des Unglücks. „חרון, אפר, Seine Zornglut,“ das ist eins, „עכרד, Wut,“ das sind zwei, „זעם, Grimm,“ das sind drei, „צרה, Drangsal,“ das sind vier, „משלחת מלאכי רעים, eine Schar von Engeln des Unglücks“, das sind fünf.

„Und der Ewige tat also; und es kamen wilde Tiere in Menge in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Knechte; und im ganzen Lande Ägypten wurde das Land von den wilden Tieren verderbt“ (Schemot 8,20).

Midrasch Tehillim 78,11
Vers 45. Er ließ los gegen sie Brut (ערוב).R. Jehuda sagt: Er sandte gegen sie Geier; R. Nechemja sagt: Er war Gemischtes (ערוב) von unten, nämlich Bären, Löwen, Wölfe und Panther; R. Nathan sagt: Es war Gemischtes von oben, nämlich Adler, Geier, Raben und Raubvögel[8]), und von unten, nämlich Löwen, Bären, Wölfe und Panther.

R. Chama und R. Jehoschua haben beide gesagt: Es ist eine Art von wilden Tier darunter zu verstehen, das Panther heißt. Manche sagen: כמלנית war sein Name, und der Heilige, gelobt sei Er, brachte es über sie.

R. Josia hat gesagt: G-tt verdunkelte (העריב) über sie die Lichter.

Nach R. Simeon ben Lakisch sprach der Heilige, gelobt sei Er, also zu Pharao: Du wolltest den Samen meines Freundes Abraham in Verwirrung (לערבב) bringen, Ich werde dich aus der Welt verwirren[9], wie es heißt: Und er sandte unter sie Verwirrung (ערוב), und nicht nur Verwirrung allein, sondern Frösche, und es verdarb sie.

R. Jochanan hat gesagt: Überall, wo sie sich lagerten, wurden Frösche, auch in ihren Häusern aus Alabaster und gehauenen Steinen. Was machten die Frösche? Sie sahen sie, steigen in sie und sprachen: Wir sind von dem gesandt, der da sprach und die Welt ward, und die Schwellen spalteten sich vor ihnen.

R. Jehuda im Namen Rabbis hat gesagt: Es liegt hier einer von den Fällen vor, wo G-tt das Weiche über das Harte herrschen ließ. Dieselben sind die Mäuse der Philister, wie es heißt: „Und Er schlug sie mit Beulen„ (1. Schmu’el 5,6). Wenn der Philister auf einem ehernen Sessel saß, so spaltete sich dieser, wenn ein solches Tier heraufstieg, von selbst, und es erfass die Eingeweide des Daraufsitzenden. So war es ferner auch mit der Hornisse. Als die Emoriter auszogen, so fielen diese über sie her, schlug die eine ihm in das eine Auge, so die andere ihm in das andere Auge, wie es heißt: „Und auch die Hornisse sandte der Ewige über sie“ (Dwarim 7,20)[10]. Sodann der Pfeil Naemann, welcher den Achab traf und durch den Panzer drang und ihn erschlug, wie es heißt: „Und ein Mann spannte von ungefähr den Bogen und traf den König von Israel zwischen die Fugen und den Harnisch“ (1. Mlachim 22,24). Weiter der Stein, welchen David warf und ihn in die Stirn Goliaths, des Philisters, senkte, denn derselbe ging von selbst hinein und drang in seine Stirn, wie es heißt: „Und der Stein drang in seine Stirn“ (1. Schmu’el 17,49). Endlich die Wurzeln des Feigenbaumes, die doch zart sind und Felsen und Steine spalten.

Nach R. Berachja bar Chanina bar Ika im Namen des R. Jehuda dringen die Wurzeln des Weizens 50 Ellen in die Erde, und die Wurzeln des Feigenbaumes, die zart sind, 50 Ellen.

R. Jehuda bar Chija hat gesagt: Auch mit den Zähnen des Löwen verhält es sich ähnlich. Wie heißt es da? „Und sie waren noch nicht and den Boden der Grube gelangt, so bemächtigten sich schon ihrer die Löwen und zermalmten all ihre Gebeine“ (Daniel 6,25). Und wird der Schamir, der nur so groß wie ein Gerstenkorn ist, in ein mit Blei ausgefülltes Gerät getan, selbst wenn es auf einen Berg oder auf Felsen gestellt wird, so drängt er abwärts und spaltet alles, bis er unten ist. Mit ihm spaltete Schlomo alle Steine des Heiligtums, weil in der Thora geschrieben steht: „Nicht darfst du ein Eisen darüber schwingen“ (Dwarim 27,5). Wer hat ihm denselben gebracht? Ein Adler aus dem Paradiese, wie es heißt: „Und er redete mit den Tieren und Vögeln“ (1. Mlachim 5,13). Er sprach nämlich zu ihnen: Wo ist der Schamir verborgen? Da ging der Adler und holte ihn. Manche sagen, dass nicht der Adler, sondern der Auerhahn ihn geholt habe.[11]

„Und der Ewige tat dieses am anderen Tage, und alles Vieh der Ägypter starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb nicht eines“ (Schemot 9,6).

Midrasch Tehillim 78,16
Vers 50. Er wägte(יפלס) Seinem Zorn den Weg. R. Huna im Namen des R. Abin hat gesagt: Jede Plage, die über die Ägypter kam, kam gemessen und gewogen (mit Maß und Gewicht) über sie. Er entzog nicht dem Tode ihre Seele, denn R. Jehoschua ben Levi hat gesagt: Jede Plage, die über sie kam, brachte zugleich Plage der Pest דברüber sie, wie es heißt: Er überlieferte der Pest ihr Leben.

22 Und der Ewige sprach zu Mosche: Strecke deine Hand aus gen Himmel, dass im ganzen Lande Ägypten Hagel komme auf die Menschen und auf das Vieh und auf alles Kraut des Feldes im Lande Ägypten. 23 Und Mosche streckte seinen Stab aus gen Himmel, und der Ewige sandte Donner und Hagel, und Feuer fuhr zur Erde. Und der Ewige ließ Hagel auf das Land Ägypten regnen. 24 Und es kam Hagel, und Feuer, mitten im Hagel sich ineinander schlingend, sehr schwer, desgleichen im ganzen Lande Ägypten nicht gewesen war, seitdem es eine Nation geworden ist. 25 Und der Hagel schlug im ganzen Lande Ägypten alles, was auf dem Felde war, vom Menschen bis zum Vieh; und alles Kraut des Feldes schlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er“ (Schemot 9,22-25).

Midrasch Tehillim 78,14
Vers 48. Und überlieferte dem Hagel ihr Vieh. Als nämlich die Plage des Hagels kommen sollte, sprach Mosche zu Pharao: „Und nun schicke hin, bringe unter Obdach deine Herde“ (Schemot 9,19). Pharao sprach: Sind wir denn jetzt gekommen, um Worte von Amrams Sohn zu hören? Er sprach: Der Hirt hat zuletzt seinen Stab zerbrochen.[12] Als der Hagel kam, wurde er wie eine Mauer um seine Schafe. Das wollen die Worte sagen: Und Er schloss für den Hagel ein ihr Vieh, so dass es nicht gehen konnte. Wehe über diesen Mann![13] Rief der Ägypter. Was machte er? Er nahm es, schlachtete es, um es von seinen Kindern verspeisen zu lassen. Als er es geschlachtet hatte, legte er sein Fleisch auf seine Schulter, da stürzte aber ein Vogel auf seine Schulter herab und fraß es, wie es heißt: Und ihre Herden den Blitzen. Desgleichen heißt es: „Und die Söhne des Blitzes machen hoch den Flug“ (Jiob 5,7).

[1] Vergl. Dwarim Rabba Par. 7.
[2]Vergl. Sanhedrin 67b.
[3]Vergl. Schemot Rabba Par. 10
[4]Vergl. Schemot Rabba Par. 12.
[5]Sanft über den Weinstock, der zart ist, niedermähend wie Aexte über die Maulbeerbäume, die kräftig sind.
[6]Vergl. Schemot Rabba Par. 23.
[7]Vergl. Nasir 8b; Baba Kamma 164b.
[8]Die mit den Krallen zermalmen.
[9]Vergl. Schemot Rabba Par. 5.
[10]Vergl. Sota 36a.
[11]Zu der Erzählung über den Schamir vergl. Sota fol. 48b.
[12]Sinn: Mosche ist ein tugendhafter Prophet, der einem Hirten gleicht, der seinen Stab zerbrochen hat und nicht mehr schlagen kann.
[13]D. i. Wehe über mich!

 
 
 
 
 
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