Midrasch Tehillim zur Parascha Wajakhel,Auszüge

06. Mai 2012 geschrieben von   Freigegeben in Wajaqhel Tehillim

ב"ה

Zusammengestellt von Baruch ben Mordechai HaKohen, 5769

„4 Und Mosche sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sagte: Dies ist das Wort, das der Ewige geboten hat, indem er sprach: 5 Nehmet von euch ein Hebopfer für den Ewigen; jeder nach dem Edelmut seines Herzens soll es bringen, das ist das Hebopfer des Ewigen: Gold und Silber und Kupfer“ (Schemot 35,4-5).

Midrasch Tehillim 22,12
„Schön wie der Mond“ (Schir HaSchirim 6,10). Warum werden die Israeliten mit dem Monde verglichen?[1]. Wie der Mond am Tage und in der Nacht herrscht, so herrschen auch die Israeliten in dieser und in der zukünftigen Welt. Aber da könnte ich glauben, dass sie wie der Mond, der in jedem Monat abnimmt, auch abnehmen werden? Darum heißt es: „Hell wie die Sonne“ (dort), wie die Sonne unversehrt bleibt, so bleibt auch Israel durch die Vorschriften unversehrt. „Furchtbar gleich den Bannern“ (dort). R. Elieser sagt: Wie die Dienstengel, die bannerweise dastehen. R. Jehoschua sagt: Wie die Israeliten, da sie aus Ägypten zogen, dastanden. R. Chija hat gelehrt: Gleich einer Königstochter, die Ähren auflas, und es ging der König vorüber und erkannte sie, dass es seine Tochter war. Er liebte sie, nahm sie und setzte sie in den Wagen. Ihre Genossinnen wunderten sich über sie und sprachen: Gestern sammeltest du unter den Niedrigen und heute sitzt du in der Kutsche beim König! Sie erwiderte: Wie ihr über mich euch verwundert, so verwundere ich mich über mich selbst. So waren auch die Israeliten, als sie in Ägypten mit Lehm und Ziegeln geknechtet wurden, verächtlich in den Augen der Ägypter, als sie aber erlöst und zu Freien, Verwaltern und Stellvertretern über alle Weltbewohner geworden waren, da verwundertem sich die Völker, die Israeliten aber sprachen zu ihnen: Sowie ihr euch über uns verwundert, so verwundern wir uns über uns selbst. Das ist, was geschrieben steht: „Ich kenne mich selbst nicht, du hast mich zu Kriegswagen über mein edles Volk gesetzt.“ (Schir HaSchirim 6,12).

„4 Und Mosche sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sagte: Dies ist das Wort, das der Ewige geboten hat, indem er sprach: 5 Nehmet von euch ein Hebopfer für den Ewigen; jeder nach dem Edelmut seines Herzens soll es bringen, das ist das Hebopfer des Ewigen: Gold und Silber und Kupfer“ (Schemot 35,4-5).

Midrasch Tehillim 118,21
Vers 23. Von dem Ewigen war dies und ist wunderbar in unsren Augen. Der Vers redet von der Gemeinde Israel, denn sie waren mit Lehm und Ziegeln geknechtet, und jetzt werden sie getragen auf den Wolken der Herrlichkeit, und die Ägypter wunderten sich über sie und sprachen: Bis jetzt wart ihr mit jeder schweren Arbeit geknechtet und jetzt werdet ihr mit aller Herrlichkeit getragen. Die Israeliten antworteten ihnen und sprachen zu ihnen: Ihr wundert euch über uns, wir wundern uns über uns selbst, wie es heißt: „Ich kenne mich selbst nicht, du hast mich zu Kriegswagen über mein edles Volk gesetzt.“ (dort 6,12). Und der heilige Geist stimmt ein mit den Worten: Vom Ewigen war dieses, es ist wunderbar in unsren Augen.

Eine andere Auslegung: Von dem Ewigen war dies. Der Vers redet vom König David, dem König von Israel. In einer Stunde weidete er die Schafe seines Vater und eine leichte Stunde darauf wurde er König und alle sprachen: Jetzt war er ein Schafhirt und jetzt ist er ein König. Er antwortete ihnen: Ihr wundert euch über mich, ich wundere mich noch mehr über mich selbst als ihr. Der heilige Geist aber stimmte ein mit den Worten: Von dem Ewigen war dieses. Gleich einem, der Lasten für die Wäscher trug und Eparch wurde. Alle wunderten sich über ihn und er sprach zu ihnen: Ihr wundert euch über mich, ich wundere mich noch mehr über mich selbst als ihr. Der heilige Geist aber stimmte mit den Worten ein: Von dem Ewigen war dies.

30 Und Mosche sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der Ewige hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Churs, vom Stamme Jehuda, mit Namen berufen 31 und hat ihn mit dem Geiste G-ttes erfüllt, mit Weisheit, mit Verstand und mit Erkenntnis zu jeglichem Werke“ (Schemot 35,30-31).

Midrasch Tehillim 50,1
Vers 1. Psalm von Asaph. EL ELOHIM HASCHEM redet und ruft die Erde.
Die Sektierer fragten den R. Simlai: Was heißt, was geschrieben steht: EL ELOHIM HASCHEM redet (דבר)? Er antwortete ihnen: דברו, sie reden und ויקראו, sie rufen, heißt es hier nicht, sondern: „Er redet“ דבר und ויקרא "und Er ruft.“ Da sprachen seine Schüler zu ihm: Unser Lehrer, diese hast du mit einem zerbrochenen Röhrchen fort gestoßen, was antwortest du uns? Er sprach zu ihnen: Alle drei Namen (G-ttes) sind einer, sowie ein Mensch zu sagen pflegt: ארכיטקטון, בנין, אומנון, Werkmeister, Baumeister, Architekt. Und warum erwähnt der Psalmist den Namen des Heiligen, gelobt sei Er, dreimal? Um zu lehren, dass der Heilige, gelobt sei Er, Seine Welt mit drei Namen erschaffen hat, entsprechend den drei guten Eigenschaften, durch welche die Welt erschaffen worden ist, nämlich durch Weisheit, Einsicht und Verstand, wie es heißt: „Durch Weisheit hat der Ewige die Erde gegründet, die Himmel festgestellt durch Einsicht, durch Seinen Verstand wurden die Tiefen gespalten“ (Mischle 3,19.20.). Ihnen entsprechend wurde auch das Stiftszelt und die Wohnung erbaut, wie es heißt: „Und Ich erfüllte ihn mit dem Geiste G-ttes, mit Weisheit, Einsicht und Verstand“ (Schemot 31,3). Desgleichen heißt es: „Der Ewige, dein G-tt, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifervoller G-tt“ (Dwarim 4,24). Und so sprachen auch die Kinder Gads: „אל אלהים ה' אל אלהים ה' EL ELOHIM HASCHEM, EL ELOHIM HASCHEM, Er weiß es“ (Jehoschua 22,22). Was beabsichtigen sie, den Gottesnamen zwei Mal zu erwähnen: „אל אלהים ה'“? Gegenüber den drei (G-ttesnamen), durch die die Welt erschaffen und mit welchen auch die Thora gegeben worden ist, wie es heißt: „Ich bin der Ewige (ה') dein G-tt (אלהיך), ein eifervoller G-tt (אל)“ (Dwarim 5,9). Darum heißt es: „אל אלהים ה' redet und ruft die Erde.“ Da könnte ich glauben, der eine (der Himmel) ist für sich und die andere (die Erde) ist für sich erschaffen worden? Nein, beide sind zugleich erschaffen worden, wie es heißt: „Ja, Meine Hand hat gegründet die Erde und Meine Rechte ausgespannt die Himmel, Ich rufe über sie, sie stehen fest zumal“ (Jeschajahu 48,13). Daher heißt es: Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergange. Wenn Fleisch und Blut eine Gestalt bildet, so fängt es mit dem Kopfe an und endigt mit dem Fuße derselben, oder es fängt mit ihrem Fuße an und endigt mit ihrem Kopfe, aber der Heilige, gelobt sei Er, verfährt nicht so, sondern wenn Er den Menschen bildet, so bildet Er ihn mit einem Male. Und so heißt es: „Denn Er bildet das Ganze“ (Jirmejahu 10,16). Das wollen die Worte sagen: Vom Aufgang bis zu ihrem Niedergang. Und woher sind sie erschaffen worden? Von Zion, wie es heißt:
Vers 2. Von Zion, der Vollendung der Schönheit, d. i. der Vollendung der Schönheit der Welt. Was heißt: „הופיע, Er strahlt?“ Er leuchtet (האיר). Unterהופיע , strahlen, ist nichts anderes als Licht (אורה) zu verstehen, wie es heißt: „Er bestrahlt sie (הופיע) mit dem Licht Seiner Wolke“ (Jiob 37,15). Und woher entnehmen wir, dass von dieser (gegenwärtigen) Welt die Rede ist? Hier heißt es: „מכלל, Vollendung“ und dort heißt es auch: „Und es wurden vollendet (ויכולו) Himmel und Erde und ihr ganzes Heer“ (Bereschit 2,1). Aber auch wenn Er sie zerstört, beginnt Er von Zion aus, denn es heißt: „Und Ich mache Jeruschalajim zu Steinhaufen“ (Jirmejahu 9,10), und hernach heißt es: „Eine Öde soll das ganze Land werden“ (dort 4,27), ferner heißt es: „Und das Land wird eine Öde sein für dessen Bewohner“ (Micha 7,13). Und zu der Zeit, wo der Heilige, gelobt sei Er, Seine Welt erneuern wird, da wird Er sie von Zion erneuern, wie es heißt: „Aufgerichtet wird sein der Berg des Hauses des Ewigen auf dem Gipfel der Berge“ (Jeschajahu 2,2).

„Und sie nahmen von Mosche das ganze Hebopfer, das die Kinder Israel gebracht hatten zum Werke der Arbeit des Heiligtums, um es zu machen; und diese brachten ihm noch freiwillige Gaben, Morgen für Morgen“ (Schemot 36,3).

Midrasch Tehillim 101,4
Vers 8. An jeglichem Morgen überwinde Ich alle Frevler des Landes. R. Jochanan hat gesagt: An zwei Morgen brachten die Israeliten die freiwilligen Gaben zum Werke der Wohnung (Stiftshütte)[2], wie es heißt: „Und sie brachten ihm fortwährend freiwilligen Gaben, Morgen für Morgen“ (Schemot 36,3) im Verdienste davon (heißt es): überwinde Ich alle Frevler des Landes. „Und der Ewige sprach zu Mosche also: nimm es von ihnen“ (Bemidbar 7,4.5). der Heilige, gelobt sei Er, sprach zu ihm: Geh und sprich zu ihnen bezwingende (eindringliche) Worte und sprich zu ihnen: Ich rechne es euch so an, als hätte Ich nötig, eine Sache in Meiner Welt aufzuladen. Welches ist die Sache, welche in Meiner Welt aufgeladen werden soll? Die Wohnung. Als nun die Fürsten die Wagen und die Rinder brachten, sprach der Heilige, gelobt sei Er, zu Mosche: „Nimm es von ihnen.“ Mosche sprach: Hat ihnen vielleicht ein Prophet diese Sache eröffnet, oder haben sie vielleicht sie von sich selbst gemacht? Der Heilige, gelobt sei Er, sprach zu ihm: „Und sie sollen sein zu verrichten den Dienst des Stiftszeltes“ (dort 7,5.). Und wie lange haben sie bestanden? R. Chanina im Namen Bar Kappara und R. Judan im Namen des R. Schmu’el bar Nachmani hat gesagt: Bis Gilgal, wie es heißt: „Und in Gilgal opferten sie Stiere“ (Hoschea 12,12). Nach R. Abba bar Kahana bestanden sie bis Nob, der Priesterstadt, nach R. Abahu bis Gibeon, nach R. Chama bar Chanina bis zur Erbauung des Heiligtums, und Schlomo hat sie dargebracht. R. Levi hat gesagt: Was ist der Grund des Rab Chama bar Chanina? Weil es heißt: „Und der König Schlomo schlachtete das Opfer: die Rinder“ (2. Diwrej HaKamim 7,5). Es heißt nicht: בקר, Rinder, sondern הבקר, die Rinder, (nämlich die), welche die Fürsten brachten zum Tragen der Wohnung. R. Eibu im Namen des R. Meir sagt: Diese Rinder sind für die Zukunft bereitet, um die Frevler zu bestraffen, wie es heißt: Mit den Rindern (לבקרים) vernichte Ich alle Frevler des Landes.

7 Und er machte zwei Cherubim von Gold; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden des Deckels: 8 einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel machte er die Cherubim, aus seinen beiden Enden. 9 Und die Cherubim breiteten die Flügel aus nach oben, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter waren einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim waren gegen den Deckel gerichtet“ (Schemot 37,7-9).

Midrasch Tehillim 99,1
Vers 1. Der Ewige ist König, es zittern die Völker. R. Jehuda im Namen des R. Schmu’el sagt: Solange die Israeliten in der Verbannung sind, ist das Reich der Himmel nicht vollkommen, und die Völker der Welt wohnen in Zufriedenheit , wenn aber die Israeliten erlöst sind, ist das Reich der Himmel vollkommen und die Völker der Welt zittern. Das wollen die Worte sagen: Der Ewige ist König, es zittern die Völker.Er thront über Cherubim, es wankt die Erde, d. i. sie neigt sich bald dorthin, bald dahin. Warum? Vers 2. Der Ewige in Zion ist groß und erhaben ist Er über alle Völker. R. Jochanan hat gesagt: Der Ewige in Zion ist groß, d. i. durch das, was Er in Zion getan hat; Er hat sein Haus nicht verschont. Wie erst (d. i. wie groß wird Er erst sein,) wenn Er kommen wird, um die Zerstörer zu bestrafen!

R. Chanina hat gesagt: Der Ewige in Zion ist groß, d. i. wenn Er Seine Schechina nach Zion zurückkehren lässt, dann ist Er groß in Zion. R. Jochanan hat gesagt: Der Ansicht des R. Chanina steht der Vers zur Seite: „Wenn der Ewige Zion gebaut“ (Tehillim 102,17), dann „erscheint Er in Seiner Herrlichkeit“ (dort).

„9 Und die Cherubim breiteten die Flügel aus nach oben, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter waren einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim waren gegen den Deckel gerichtet“ (Schemot 37,9).

Midrasch Tehillim 18,15
Eine andere Auslegung: Vers 11. Er riet auf einem Cherub. R. Acha hat gesagt: Gleich einem König, dem Häscher seinen Sohn gefangen fortführten. Da machten ihm seine Knechte einen Wagen zurecht, damit er ihnen nachsetze. Der König aber sprach: Wenn ich solange warte, bis sie mir den Wagen zurecht machen, so ist mein Sohn verloren. Was machte der König? Er nahm ein Ross vom Wagen und setzte ihnen nach. So verfuhr auch der Heilige, gelobt sei Er, Er nahm einen Cherub vom Thorn der Herrlichkeit und bestieg ihn und kämpfte gegen Pharao und die Ägypter, wie es heißt: Und Er riet auf einem Cherub und flog. Woher brachten sie (Ihn)? Von zwischen den Rädern des Thronwagens.

R. Chanina bar Papa hat gesagt: Fleisch und Blut ist unter seiner Last, der Heilige, gelobt sei Er, aber ist über Seiner Last, wie es heißt: „Und unterhalb sind die ewigen Arme“ (Dwarim 33,27). Einmal sagt die Schrift: „Und Er schwebt auf den Fittichen des Windes“ (Tehillim 18,11), ein andermal sagt sie: „Und Er erschien auf den Fittichen des Windes“ (2. Schmu’el 22,11)? Daraus kannst du lernen, dass Er viele Welten hat und Er schwebt auf den Fittichen der Cherubim und geht, um sich in ihnen zu zeigen.

10 Und er machte den Tisch von Akazienholz: zwei Ellen seine Länge und eine Elle seine Breite, und eine und eine halbe Elle seine Höhe. 11 Und er überzog ihn mit reinem Golde und machte ihm eine Leiste von Gold ringsum“ (Schemot 37,10-11).

Midrasch Tehillim 14,4
Vers 4. Wissen den nicht alle Übeltäter, die Mein Volk essen, essen Brot, den Ewigen rufen sie nicht an.
R. Jehuda erklärte diesen Vers in Bezug auf den Tisch [der Schaubrotte]. DieMein Volk essen, essen Brot, d. i. geknetetes, gerolltes (zubereitetes) und aus Kraftmehl (mit Mühe bereitetes) bestehen, und sie sprechen nicht über ihre Speise den Lobspruch ברכה.

R. Schmu’el erklärte den Vers in Bezug auf die Völker der Welt, die das Heiligtum zerstört haben. Du findest nämlich: In der Stunde, da die Heiden in den Tempel eindrangen, fanden sie Lämmer in der Halle, wo die Opfertiere gehalten wurden, sie schlachteten sie und verzehrten sie. Dann fanden sie die Schaubrote geordnet auf dem Tische und sie aßen sie. Was bedeutet: Sie rufen nicht den Ewigen anה' לא קראו? Sie riefen nicht, שלא קראו: „Ein Heiligtum ist Israel dem Ewigen, Erstling Seines Ertrages, alle, die es verzehren, werden es büssen“ (Jirmejahu 2,3). Wer nicht aus der Speisekammer Israels verzehrte, hat niemals den Geschmack des Brotes gekostet; wer aber von ihren verdienten Köstlichkeiten נכסיהוןkostet[3], gleicht dem, der Brot kostet.

25 Und er machte den Räucheraltar von Akazienholz: eine Elle seine Länge, und eine Elle seine Breite, quadratförmig, und zwei Ellen seine Höhe; aus ihm waren seine Hörner. 26 Und er überzog ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner; und er machte ihm eine Leiste von Gold ringsum“ (Schemot 37,25-26).

Midrasch Tehillim 134,1
Vers 1. Stufenlied. Wohlan, preist den Ewigen, all ihr Diener des Ewigen, die im Hause des Ewigen stehen in den Nächten. Was heißt: „In den Nächten“?[4] R. Jochanan hat gesagt: Das sind die Schüler der Weisen, die sich in der Nacht mit der Thora beschäftigen. Ich rechne ihnen das so hoch an, als ob sie sich mit dem Altardienste beschäftigen. „Auf ewig liegt dies Israel ob“ (2. Diwerj HaJamim 2,3).

Nach Rab Gidel hat Rab gesagt: Das ist der erbaute [himmlische] Räucheraltar, und Michael, der große Fürst steht und bringt Opfer darauf dar. Nach R. Jochanan sind die Schüler der Weisen gemeint, die sich mit den

Halachot des Opferdienstes beschäftigen. Ich rechne ihnen das so an, als ob sie den Tempel in ihren Tagen erbaut hätten.

1 Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz: fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen seine Breite, quadratförmig, und drei Ellen seine Höhe; 2 und er machte seine Hörner an seine vier Ecken; aus ihm waren seine Hörner; und er überzog ihn mit Kupfer“ (Schemot 38,1-2).

Midrasch Tehillim 4,9
Vers 5. Zittert und sündigt nicht; sprecht in eurem Herzen. David sprach zu den Israeliten: Wie lange sündigt ihr und reizet mich zum Zorne, indem ihr sprecht: Er ist untauglich, denn er stammt von der Moabiterin Ruth? Sprechet in eurem Herzen auf eurem Lager und sinnet nach[5] ודמו. Sela.

Eine andere Auslegung: Zittert und sündigt nicht. R. Acha hat gesagt: Ich werde deinen Trieb reizen, er aber soll dich nicht zur Sünde verleiten.

Die Rabbanan haben gesagt: Ich werde deinen Trieb schwach (eig. mager) machen und er wird dich nicht zur Sünde verleiten, damit du nicht in Sünde gerätst.

Es ist gelehrt worden: R. Elieser ben Jakow hat gesagt: Es heißt: „מקוה ישראל ה', eineמקוה MIKWE Israels ist der Ewige“ (Jirmejahu 17,13). Wie die Tauchanstalt (מקוה) die Unreinen reinigt: so reinigt der Heilige, gelobt sei Er, die Israeliten. Wer hat nötig zu gehen, die Mikwe מקוהzu dem Unreinen, oder der Unreine zu der Mikwe? Der Unreine muss zur Mikwe gehen und hinabsteigen und untertauchen. So reinigt der Heilige, gelobt sei Er, die Israeliten. Der Heilige, gelobt sei Er, spricht zu Israel: Ich habe zu dir gesagt: Wenn du betest, so bete in der Synagoge, die in deiner Stadt ist, und wenn du in der Synagoge nicht beten kannst, so bete auf deinem Felde, und wenn du auf deinem Felde nicht beten kannst, so bete in deinem Hause, und wenn du in deinem Hause nicht beten kannst, so bete auf deinem Bettlager, und wenn du auf deinem Bettlager nicht beten kannst, so sinne in deinem Herzen nach. Das ist, was geschrieben steht: Sprechet in eurem Herzen auf eurem Lager und sinnet nach. Sela.

Was heißt das: Und verharret. Sela? R. Judan hat gesagt: Verharret vor jeder Sünde,[6] die in deiner Hand ist. Und wenn du so tust, was folgt darauf? Vers 6. Opfert Opfer der Gerechtigkeit. Ich erhebe es dir so an, als wenn du einen Altar bautest und darauf Barndopfer und viele andere Opfer opfertest. זבחheißt es hier nicht , sondern: „זבחי, die Opfer.“ Wir haben gelernt: Wer das Schema morgens in der Synagoge betet, hat seine Pflicht erfüllt, wer es dagegen abends betet, hat seine Pflicht nicht erfüllt, es sei denn, dass er es in seinem Hause noch einmal betet. Was ist der Grund? Um die schädlichen Geister aus dem Hause zu vertreiben. Man darf nach dem Gebete אמת ויציב nichts anderes mehr sagen. Das gilt aber nur im Bezug auf dasאמת ויציבim Morgengebete, denn R. Seira im Namen des R. Abba (bar Jirmja) hat gesagt: Hinsichtlich dreier Handlungen muss eine unmittelbare Aufeinanderfolge stattfinden: Unmittelbar nach dem Händeauflegen auf das Opfer muss die Schlachtung erfolgen; unmittelbar auf das Händewaschen der Segenspruch, unmittelbar auf die Bracha der Erlösung das Achtzehngebet. Unmittelbar nach dem Händeauflegen auf das Opfer die Schlachtung, denn so heißt es: „Und er lege seine Hand auf den Kopf des Ganzopfers und schlachte das junge Rind“ (Wajikra 1,4.5). Unmittelbar auf das Händewaschen der Segensspruch, denn so heißt es: „Erhebet eure Hände zum Heiligtum und lobet den Ewigen“ (Tehillim 134,2). Unmittelbar auf die Bracha der Erlösung das Achtzehngebet, denn so heißt es: „Es seien wohlgefällig meines Mundes Worte“ (dort 19,15). Was folgt darauf? „Es wird dich erhören der Ewige am Tage der Not“ (dort 20,2).[7] Wer unmittelbar nach dem Händeauflegen das Schlachten vollzieht, dessen Opfer wird nicht untauglich, und wer unmittelbar auf das Händewaschen den Segensspruch folgen lässt, den verklagt der Satan nicht bei dieser Mahlzeit, und wer unmittelbar auf die Bracha der Erlösung das Achtzehngebet folgen lässt, den verklagt der Satan nicht an dem Tage.

„Und den Vorhang vom Tore des Vorhofs machte er in Buntwirkerarbeit, von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; und zwar zwanzig Ellen die Länge; und die Höhe, in der Breite, fünf Ellen, gerade wie die Umhänge des Vorhofs“ (Schemot 38,18).

Midrasch Tehillim 65,3
Vers 5. Glückselig ist, wen Du erwählest und nahen lässt, dass Er bewohne Deine Höfe. Rab Hoschaja im Namen des Rab Schmu’el bar Schila im Namen Rabs hat gesagt: David sprach: Herr der Welt! Glückselig ist, wen Du erwählest und nahen lässt, und nicht im Hofe, sondern in der Höhe. „Wie köstlich ist Deine Gnade, o G-tt, und Menschenkinder, die im Schatten Deiner Flügel sich bergen, die schwelgen von Deines Hauses Fülle“ (Thillim 36,8,9). So sprachen auch die Söhne Korachs: „Denn besser ist ein Tag in Deinen Höfen denn Tausende“ (dort 84,1). Und so heißt es auch: „Glückslig sind, die in Deinem Hause weilen“ (das. V. 5).

Dieses Jahr bitte Parascha Pikudej weiterlesen

[1] Vergl. Schir HaSchirim Par. 6.5. V. מי זאת הנשקפה.
[2] Vergl. Schemot Rabba Par. 41 und 51; Bemidbar Rabba Par. 12.
[3] נכסיהוןEin Gleichnis: Der Vater hat eine besondere und daher eine größere Freude an der Speise, die sein Sohn selbst zubereitete
[4]S. Menachot 110a.
[5]sinnet nach ודמו WEDOMU bedeutet auch „und schweigt“, „und verharrt“
[6]D. i. lass ab von jener Sünde.
[7] Auf das letzte Wort des גואלי 9. Psalm, mein Erlöser, das sich auf die גאולה bezieht, folgt sofort das Erhören.

 
 
 
 
 
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