Midrasch Tehillim zur Parascha Emor, Teil 1

06. Mai 2012 geschrieben von   Freigegeben in Emor Tehillim

ב"ה

Zusammengestellt von Baruch ben Mordechai HaKohen, 5769

„1 Und der Ewige sprach zu Mosche: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und spricht zu ihnen: Keiner von ihnen soll sich wegen einer Leiche verunreinigen unter seinen Völkern, 2 außer wegen seines Blutsverwandten, der ihm nahe steht: wegen seiner Mutter und wegen seines Vaters und wegen seines Sohnes und wegen seiner Tochter und wegen seines Bruders; 3 und wegen seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahe steht, die noch keines Mannes geworden ist: wegen dieser darf er sich verunreinigen. 4 Er soll sich nicht verunreinigen als Herr unter seinen Völkern, sich zu entweihen“ (Wajikra 21,1-4).

Midrasch Tehillim 12,4
Vers 7. Des Ewigen Worte sind reine Worte. R. Jehoschua ben Levi hat gesagt: Der Heilige, gelobt sei Er, krümmte zwei bis drei Wörter (in der Schrift), um nicht einen hässlichen Ausdruck aus Seinem Munde hervorgehen zu lassen u.s.w. (Siehe die Erklärung dazu oben zu Tehillim 1,3). Des Ewigen Worte sind reine Worte geläutertes Silber. Nach R. Tanchum sprach der Heilige, gelobt sei Er, zu Mosche: Zwei die Reinheit betreffenden Worte (Vorschriften) habe Ich dir gesagt, für wen? Für den Stamm Levi, von dem geschrieben steht: „Und Er wird sitzen schmelzend und reinigend das Silber und wird reinigen die Söhne Levis“ (Maleachi 3,3). Welche Abschnitte sind es? Der Abschnitt betreffs der roten Kuh und der Abschnitt betreffs des Toten. „Sage den Priestern, den Söhnen Aharons“ (Wajikra 21,1 ff). Geseiht siebenfach. R. Janai hat gesagt: Die Worte der Thora sind nicht als bestimmte Verordnungen gegeben worden, sondern jedes Wort, das der Heilige, gelobt sei Er, zu Mosche sprach, sagte Er auf neunundvierzig Weisen rein und auf neunundvierzig Weisen unrein.[1] Da sprach Mosche vor Ihm: Herr der Welt! Wie können wir zur Gewissheit des Wortes gelangen? G-tt antwortete ihm: Durch Stimmenmehrrecht.[2] Sind mehr, die etwas für unrein erklären, so ist es unrein, sind dagegen mehr, die etwas für rein erklären, so ist es rein.

R. Abahu im Namen des R. Jonathan hat gesagt: R. Akiba hatte einen alten (gereiften) Schüler, R. Meir war sein Name, der das kriechende Tier (Scherez) aus der Thora auf neunundvierzig Arten rein und auf neunundvierzig Arten unrein erklären konnte.[3]

Nach R. Jehoschua ben Levi verstanden die Säuglinge in den Tagen Schauls und Davids und in den Tagen Schmu’els die Thora auf neunundvierzig Weisen rein und auf neunundvierzig Weisen unrein zu erklären, wie in Tehillim 7,7 erklärt worden ist.

1 Und der Ewige sprach zu Mosche: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und spricht zu ihnen: Keiner von ihnen soll sich wegen einer Leiche verunreinigen unter seinen Völkern“ (Wajikra 21,1).

Midrasch Tehillim 19,15
Eine andere Auslegung: Vers 9. Die Befehle des Ewigen sind grade. Chiskia bar Jehuda [Chija] hat gelehrt: Die Thora ist ein Kranz für das Haupt, wie es heißt: „Denn ein anmutiger Kranz sind sie für dein Haupt und ein Geschmeide für deinen Hals“ (Mischle 1,9);[4] ein Pflaster für das Herz, wie es heißt: erfreuend das Herz, eine Salbe für das Auge, wie es heißt: erleuchtend die Augen; ein Verband für die Wunde, wie es heißt: „Heilung wird sie deinem Leibe sein“ (Mischle 3,8); ein Labtrunk[5] für die Eingeweide, wie es heißt: „und ein Saft für deine Gebeine“ (dort). Und woher entnehmen wir, dass sie in die 248 Glieder eindringt? Weil es heißt: „Und dem ganzen Leibe Arznei“ (dort 4,22).

Eine andere Auslegung: Vers 10. Die Ehrfurcht des Ewigen ist rein. R. Levi hat gesagt: Weil Aharon den g-ttlichen Namen fürchtete, wie es heißt: „Und Ich gab sie ihm zur Ehrfurcht und er ehrfürchtete Mich (Maleachi 2,5), deshalb wurde ihm ein Abschnitt in der Thora gewidmet (gegeben), denn sie weicht nicht von ihm und nicht von seinen Söhnen und nicht von seinen Enkeln bis ans Ende aller Geschlechter. Und welches ist dieser Abschnitt? Der Abschnitt betreffs des Toten, dass er sich nämlich nicht an einem Toten verunreinige, wie es heißt: „Sprich zu den Priestern, den Söhnen Aharons, und sage ihnen: „An keiner Leiche soll er sich verunreinigen in seinen Stämmen“ (Wajikra 21,1). Sie sind gerecht allesamt. R. Schmu’el ben Lakisch sagt: Sie sind gerecht, indem sie den Schlussfolgerungen vom Leichten auf das Schwere entsprechen. Die Rabbanan sagen: Sie sind gerecht, indem sie der Wortanalogie entsprechen.

„Sie sollen ihrem G-tt heilig sein, und den Namen ihres G-ttes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer des Ewigen, die Speise ihres G-ttes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein“ (Wajikra 21,6).

Midrasch Tehillim 21,2
Eine andere Auslegung: Vers 2. In deiner Macht freut sich der König. Das ist, was die Schrift sagt: „Wer ist der König der Ehre“ (Tehillim 24,10)? R. Schim’on hat nämlich gesagt: „Wer ist der König der Ehre?“ Das ist der König, der von seiner ehre seinen Verehrern mitteilt, „Der Ewige der Heerscharen ist der König der Ehre. Sela“ (dort). Unsere Rabbinen haben gelehrt:[6] Man darf nicht auf dem Rosse eines Königs von Fleisch und Blut reiten, man darf sich nicht auf seine Thron setzen, man darf sich nicht seines Zepters bedienen, aber Mosche bediente sich des Zepters des Heiligen, gelobt sei Er, wie es heißt: „Und Mosche nahm den Stab G-ttes in seine Hand“ (Schemot 4,20), Elia ritt auf seinem Ross. Und was ist das Ross des Heiligen, gelobt sei Er? Sturm und Wetter, wie es heißt: „Im Sturm und Wetter ist sein Weg“ (Nachum 1,3). Und von Elia heißt es: „Und es geschah, da der Ewige den Elia auffahren lie0 im Wetter gen Himmel“ (2. Mlachim 2,1). Man darf sich nicht mit der Krone eines Königs von Fleisch und Blut bekleiden, aber der Heilige, gelobt sei Er, gibt Seine Krone dem König Messias, wie es heißt: Vers 4. Du setzest ihm auf das Haupt die Krone von feinem Golde. Man darf sich nicht mit dem Purpur eines Königs von Fleisch und Blut bekleiden, aber der Heilige, gelobt sei Er, gibt ihn dem König Messias, wie es heißt: Vers 6. Glanz und Majestät legst Du auf ihn. Man darf sich nicht auf den Thron eines Königs von Fleisch und blut setzen, aber von Schlomo heißt es: „Schlomo saß auf dem Throne des Ewigen“ (1. Diwrej HaJamim 29,23). Man darf nicht den Stellvertreter eines Königs von Fleisch und Blut mit dessen Namen benennen, aber der Heilige, gelobt sei Er, benannte Mosche mit seinem Namen, wie es heißt: „Siehe, Ich habe dich Pharao zum Gott gegeben“ (Schemot 7,1), und ebenso auch die Israeliten, wie es heißt: „Ich sprach: Götter seid ihr“ (Tehillim 82, 6), und er nennt sie: Heilige, wie es heißt: „Heilig sollen sie ihrem G-tte sein“ (Wajikra 21,6); desgleichen: „Ein heiliges Volk bist du“ (Dwarim 7,6). Ebenso nennt Er den König Messias mit Seinem Namen wie es heißt: „Und das ist der Name: womit man ihn nennt: der Ewige ist unser Heil“ (Jirmejahu 23,6)! Auch Jeruschalajim nennt Er mit Seinem Namen, wie es heißt: „Und der Name der Stadt sei von dem Tage ab: der Ewige dort“ (Jecheskel 48,35).

R. Levi hat gesagt: Wohl der Stadt, deren Namen wie der ihres Königs und der Name des Königs wie der G-ttes ist. Das ist, was die Schrift sagt: „Und es tritt auf und weidet durch die Macht des Ewigen“ (Micha 5,3). Von dieser Stunde gilt: Ewiger, in deiner macht freut sich der König.

Eine andere Auslegung: Unter:עוז , Macht ist nichts anderes als die Thora zu verstehen, wie es heißt: „Der Ewige gibt Macht (עוז) Seinem Volke“ (Tehillim 92,11).

Eine andere Auslegung: Unter:עוז , Macht ist nur die Bundeslade zu verstehen, wie es heißt: „Und Er gab in Gefangenschaft Seine Macht (עוז)“ (dort 78,61).

Eine andere Auslegung: Unter:עוז, Macht ist nur Herrschaft (Königtum) zu verstehen, wie es heißt: „Und Er gibt Macht Seinem Könige“ (1. Schmu’el 2,10).

Eine andere Auslegung: Unter: עוז, Macht ist nur das Heiligtum zu verstehen, wie es heißt: „Und Ich zerbreche den Stolz eurer Macht“ (Wajikra 26,19).

17 Rede zu Aharon und sprich: Jemand von deinem Samen bei ihren Geschlechtern, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen, um das Brot seines G-ttes darzubringen; 18 denn jedermann, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen, es sei ein blinder Mann oder ein lahmer oder ein stumpfnasiger, oder der ein Glied zu lang hat, 19 oder ein Mann, der einen Bruch am Fuße oder einen Bruch an der Hand hat, 20 oder ein Höckeriger oder ein Zwerg, oder der einen Flecken an seinem Auge hat, oder der die Krätze oder Flechte, oder der zerdrückte Hoden hat“ (Wajikra 21,17-20).

Midrasch Tehillim 68,9
Vers 15. Als der Allmächtige die Könige darin zerstreute. Wenn die Israeliten sitzen und sich mit der Thora beschäftigen, so lässt der Heilige, gelobt sei Er, Seine Schechina unter ihnen ruhen. Da schneite es auf Zalmon (צלמון). Und wenn eine Halacha vor ihnen wie Todesschatten (צלמות) verborgen ist, so macht sie der Heilige, gelobt sei Er, ihnen weiß (hell) und klar. Woher lässt sich beweisen, dass die Weisen Könige genannt werden? Weil es heißt: „Durch mich herrschen Könige“ (Mischle 8,15).
Vers 16. Berg G-ttes, Berg Baschan. R. Nathan sagt: Als der Heilige, gelobt sei Er, den Israeliten die Thora geben wollte, kam der Karmel aus Aspamea und der Tabor von Beth Elim (אלים). Das ist, was in der Kabbala (in den Propheten) gesagt ist: „So wahr Ich lebe, ist der Spruch des Königs, Ewiger der Herschaaren ist Sein Name, dass Er wie Tabor unter den Bergen und wie Karmel am Meere heranzieht“ (Jirmejahu 46,18). Der eine sprach: Ich heiße Berg Tabor, es geziemt sich, dass auf mir die Schechina ruhe, weil ich der höchste bin von allen Bergen und auf mich die Wasser der Flut nicht gekommen sind. Der andere sprach: Ich heiße Berg Karmel, es geziemt sich, dass die Schechina auf mir ruhe, weil ich halbiert worden bin in der Mitte und sie über mir das Meer durchzogen haben. Der Heilige, gelobt sei Er, sprach: Ihr seid schon längst unbrauchbar vor Mir erfunden durch die Höhen[7], die es auf euch gibt, ihr seid alle unbrauchbar von Mir. Da sprachen sie vor ihm: Gibt es denn Parteilichkeit vor Dir, oder willst Du vielleicht unsern Lohn beeinträchtigen? Der Heilige, gelobt sei Er, versetzte: Da ihr euch vor Mir wegen Meiner Ehre bemüht habt, so will Ich euch den Lohn bezahlen, siehe, Ich gewähre auf dem Berge Tabor Hilfe Israel in den Tagen der Debora, wie es heißt: „Geh’ und ziehe dich nach dem Berge Tabor“ (Schoftim 4,6), und auf dem Berge Karmel Hilfe dem Elia, wie es heißt: „Und er (Achab) versammelte die Propheten an dem Berge Karmel“ (1. Mlachim 18,20). Da fingen an alle Berge zu murmeln und fingen an zu wanken, wie es heißt: „Berge zerflossen vor dem Ewigen“ (Schoftim 5,5). Der Heilige, gelobt sei Er, sprach: Vers 17. Warum blicket ihr scheel? D. i. warum wollt ihr mit dem Sinai rechten? Höckerige Berge seid ihr alle, sowie gesagt ist: „Ein Höckeriger oder eine Zwerg“ (Wajikra 21,20). Der Berg, der G-tt zu Seinem Sitze begehrt. Wohlgefallen hebe Ich nur an Sinai, weil Er der niedrigste von euch allen ist, wie es heißt: „Hoch und heilig throne Ich und bei dem Zermalmten und dem, der gebeugten Geistes ist“ (Jeschajahu 57,15), und es heißt: „Denn hoch ist der Ewige und den Niedrigen sieht Er, und erhaben, aus der Ferne erkennt Er“ (Tehillim 138,6). Da könnte ich glauben, dass Er einen Sitz daselbst von Geschlechtern zu Geschlechtern hat? Darum heißt es: Ja, der Ewige wird da immer לנצחthronen ישכון, Er ließ nämlich Seine Schechina nach oben zurückkehren. Und woher kam der Sinai? Nach R. hatte er sich vom Berge Morija losgeschieden, wie die Challa vom Teige, vom Orte, wo unser Vater Jizchak gebunden wurde, so geziemt es, dass seine Söhne auf ihm die Thora empfangen. Und woher lässt sich beweisen, dass er (Morija) zu seinem Orte zurückkehren wird? Weil es heißt: „Der Berg des Hauses des Ewigen wird sein auf dem Gipfel der Berge“ (Jeschajahu 2, 2). Das ist der Tabor und der Karmel, der Sinai und Zion. Nun heißt es aber ההרים die Berge, das sind fünf (ה) Berge, nach der Zahl der Bücher der Thora.[8]

26 Und der Ewige redete zu Mosche und sprach: 27 Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, so soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein; und vom achten Tage an und weiterhin wird es wohlgefällig sein zur Opfergabe eines Feueropfers dem Ewigen. 28 Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage“ (Wajikra 22,26-28).

Midrasch Tehillim 27,6
Vers 5. Denn Er birgt mich in Seine Hütte am bösen Tage, d. i. an dem bösen Tage betreffs der Bat Scheba.
Vers 6. Und jetzt erhebt sich mein Haupt über meine Feinde rings um mich und opfern will ich in Seinem Zelte Opfer des Jubels. R. Jakob legte den Vers auf Jehoschua aus. „Damals erbaute Jehoschua einen Altar dem Ewigen, dem G-tt Israels, auf dem Berge Ebal“ (Jehoschua 8,30).

R. Jose im Namen des R. Chanina hat gesagt: Die Höhe war nur durch einen Propheten gestattet. Warum? „Hüte dich, dass du nicht darbringest deine Opfer auf jeglichen Orte, den du siehst“ (Dwarim 12,13). Elia opferte aber doch an jedem Tage auf dem Berge Kamel zu einer Zeit, wo die Höhen verboten waren? R. Schmu’el (Simlai) hat gesagt: G-tt hat es ihm gesagt, wie es heißt: „Und auf Dein Wort hin habe ich [Elia] alle diese Dinge getan“ (1. Mlachim 18,36), d. i. auf Dein Geheiß (Dein Ausspruch) hin habe ich es getan. R. Jochanan erbrachte den Beweis von diesem Verse: „Und es sprach der Ewige zu ihm: Nimm den jungen Farren“ (Schoftim 6,25).

R. Acha bar (Abba bar Kahana hat gesagt: Sieben Übertretungen geschahen bei den Farren Gideons: Durch das Holz von Aschera; die Steine waren untauglich (weil behauen); der Stier war für den Götzen bestimmt; der Stier war angebetet worden; da Opfer geschah in der Nacht; Gideon war ein Fremder (Nichtpriester) und das Verbot der Höhe (Bama) wurde übertreten; dennoch wurde es aus Notwendigkeit de Stunde (לצורך שעהfür das Bedürfnis der Stunde) angenommen. Das war aber doch nur bei Gideon, dem Sohn des Joasch, der Fall, woher lässt sich beweisen, dass es auch bei Schmu’el der Fall war? Weil es heißt: „Und Schmu’el nahm ein Milchlamm und brachte es dar als Ganzopfer, ganz verbrannt, dem Ewigen“ (1. Schmu’el 7,).

R. Abba bar Kahana hat gesagt: Beim Opfer Schmu’els geschahen drei Übertretungen. Es heißt: „Und man ziehe das Ganzopfer ab“ (Wajikra 1,6), und das Lamm Schmu’els befand sich in seiner Haut, es war mangelhaft an Zeit[9] und die Thora hat gesagt: „Es bleibe sieben Tage unter seiner Mutter und vom achten Tage an und weiter wird es gnädig angenommen“ (Wajikra 22,27) und sein Lamm war noch nicht acht Tage alt. Endlich war Schmu’el ein Levit (nicht ein Priester).

„Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage“ (Wajikra 22,28).

Midrasch Tehillim 52,4
Vers 2. [Do’eg,] der Edomiter. Warum heißt er: Der Edomiter? Von der Stadt Nob an aufwärts waren sie Edomiter, und er wird nach dem Namen seiner Stadt genannt. R. Schmu’el bar Nachmani hat gesagt: Weil er eifersüchtig auf David war, der אדומי, der Rötliche genannt wird, wie es heißt: „Er war rot (אדמוני), dazu von schönen Augen“ (1. Schmu’el 16,12). Und nicht allein er war eifersüchtig auf ihn, sonder alle Kinder seines Stammes waren eifersüchtig auf ihn, nämlich die Siphim und Nabal, der Karmeliter und die Leute von Keila.

R. Abba bar Kahana hat gesagt: Weil er das Blut Nobs, der Priesterstadt, frei gab, wie es heißt: „Und Do’eg, der Edomiter, trat hin und stieß die Priester nieder und tötete an demselben Tage fünf und achtzig Mann“ (dort 22,18).

R. Nachmani hat gesagt: Weil er David’s Blut freigab, der „אדמוני“ genannt wird, denn er sprach zu Schaul in Betreff des David: „Denn ein Sohn des Todes ist er“ (dort 20,31), d. i. sein Blut ist freigegeben und sein Weib darf (eig. ist frei) an einen andern verheiratet werden[10].

Bar Kappara hat gesagt: Weil er Agags Blut dem Schaul verbot. Es heißt in der Thora: „Es (ein Tier) und sein Junges sollt ihr nicht an einem Tage schlachten“ (Wajikra 22,28), und du gehst und tötest Knaben, Greis Kind und Weiber an einem Tage. Deshalb heißt er „אדמוני“, weil er sich durch seine Hand verschuldete.

R. Jizchak hat gesagt: Weil er das Antlitz Aller durch die Halacha erröten machte (שהיה מאדים), denn jeden, der mit ihm verhandelte (eig. gab und nahm), brachte er durch seine Antworten (Einwürfe) zum Schweigen.[11]

R. Chanina hat gesagt: Wie Edom die Verdienste Israels verschlingt, so verschlang Do’eg die Verdienste Davids.

Unsere Rabbanan haben gesagt: Wie Edom rachsüchtig ist und Groll im Herzen hegt, so war auch Do’eg rachsüchtig und hegte Groll im Herzen.

„Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage“ (Wajikra 22,28).

Midrasch Tehillim 119,41
Vers 85. Es graben mir Übermütige Gruben. Die Israeliten sprachen also vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Die Frevler graben mir nicht eine Grube, sondern viele Gruben. Du hast in Deiner Thora geschrieben: „Es selbst und sein Junges sollt ihr nicht an einem Tage schlachten“ (Wajikra 22,28), und über mich heißt es: „Die Mutter an den Kindern ward zerschmettert“ (Hoschea 10,14). Du hast in Deiner Thora geschrieben: „Er vergieße sein Blut und bedecke es mit Erde“ (Wajikra 17,13), und über mich heißt es: „Sie haben ihr Blut vergossen wie Wasser rings um Jeruschalajim“ (Tehillim 79,3). Der Heilige, gelobt sei Er, sprach zu mir: Sprich nicht so, sondern sie haben für sich selbst gegraben, wie es heißt: „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ (Mischle 26,7). „Eine Grube gräbt er und höhlt sie aus, und fällt in den Abgrund, den er gemacht“ (Tehillim 7,16), und es heißt: „Und es trifft ihn Verderben und er weiß es nicht“ (Tehillim 35,8).

[1] S. j. Sanhedrin IV, 22b.
[2] Eig.: Durch Hinneigen nach den Meisten.
[3]Vergl. Erubin 13b.
[4] Vergl. Dwarim Rabba Par. 8.
[5] Eig. ein aus dem Safte verschiedener Wurzeln gefüllter Becher, der zwar Heilung, aber auch Impotenz bewirkt s. Schabbat 109b u. 110a.
[6] S. Sanhedrin. 22a, Mischna.
[7] Götzenaltäre
[8]Folglich muss der Berg Morija hinzugezählt werden.
[9] D. i. es war jünger als acht Tage, vor welcher Zeit es nicht opferfähig ist.
[10] Vergl. Bereschit Rabba Par. 32.
[11] Er führte ihn ab.

 
 
 
 
 
Back to top