Gedenkfeier 9. November

09. Oktober 2017 geschrieben von   Freigegeben in Aktuelles

Anlässlich des 9. November werden wir in diesem Jahr in Karlsfeld eine Gedenkveranstaltung abhalten.

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Dieses Datum markiert in der deutschen Geschichte sowohl finstere als auch lichte Momente, vor allem aber die Reichspogromnacht und den Fall der Berliner Mauer, womit das Ende der DDR eingeläutet wurde.
Beide Ereignisse werden in unserer Gedenkfeier bedacht und die Opfer des Unrechts, sowohl Juden als auch Deutsche in der gemeinsamen Liturgie genannt.


Ablauf und Sprecher

Der Hauptredner ist Herr Dr. Wolfgang Welsch. 
Dr. Welsch ist Opfer des DDR-Regimes und Widerstandskämpfer, der mehreren hundert Menschen zur Flucht in die Freiheit verholfen hat.

Die Liturgie singt unser Kantor der Berliner Synagoge Herr Jochanan Busch.Bundesarchiv Bild 146-1970-041-46 München zerstörte Ohel-Jakob-Synagoge
Gottesdienstleitung hat Rebbe Baruch Ben Mordechai.
 

Der Schirmherr ist der 2. Bürgermeister von Karlsfeld Herr Stefan Handl.

Cello: Johannes König

Ort:

Im Vital Center Münchener Str. 159
85757 Karlsfeld

über die Beteiligten:

Dr. Wolfgang Welsch
Dr. Welsch, geb. 1944, wuchs in der ehemaligen DDR auf. Schon in jungen Jahren lehnte er das totale Regime öffentlich ab und leistete so Widerstand gegen das Unrechtsregime. Er wurde 1964 bei einem Fluchtversuch verhaftet und zu 10 Jahren Haft verurteilt. Dort erlebte er u.a. Misshandlungen Folter und eine Scheinhinrichtung. 1971 wurde er freigekauft. Aber auch danach hatte er kein ruhiges Leben. Er wurde zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt, erhielt zahlreiche Morddrohungen und überlebte mehrere Attentate. Trotzdem gab Dr. Welsch niemals auf, sondern wurde als Fluchthelfer aktiv.

Johannes König
Der gebürtige Regensburger Johannes König erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren. 2004 nahm er ein Jungstudium im Rahmen der bayerischen Frühförderklasse bei Prof. Kristin von der Goltz an der Hochschule für katholische Kirchenmusik Regensburg auf. 2013 wurde er in die Akademie des Zermatt Festivals aufgenommen, welche eine Förderung durch das Scharounensemble der Berliner Philharmoniker bedeutet. Erste Erfahrungen als Orchestermusiker sammelte er als Mitglied des European Union Youth Orchestra sowie durch Aushilfsengagements beim Konzerthausorchester Berlin und beim Bayerischen Staatsorchester. Seit September 2017 ist er im Rahmen eines Zeitvertrags bei den Münchner Philharmonikern tätig. Johannes König ist Stipendiat der Stiftung „YEHUDI MENUHIN Live Music Now" und der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit 2009 darf er ein Violoncello mit dem Zettel „Sanctus Seraphin" (um 1800 gebaut) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds spielen.

 

 

 
 
 
 
 
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