Die vier Mitzwot von Purim

11. März 2009 geschrieben von   Freigegeben in Purim

ב"ה

14. und 15. Adar 5769

„20 Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe an alle Juden, in allen Landschaften des Königs Achaschwerosch, die nahen und die fernen, 21 um ihnen festzusetzen, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr feiern sollten, 22 als die Tage, an welchen die Juden Ruhe erlangt hatten vor ihren Feinden, und als den Monat, wo sich ihnen Kummer in Freude, und Trauer in einen Festtag verwandelt hatte - dass sie dieselben feiern sollten als Tage des Gastmahls und der Freude, wo man einander Speisegaben sendet und Geschenke an die Armen gibt. 23 Und die Juden nahmen als Brauch an, was sie zu tun angefangen, und was Mordechai ihnen geschrieben hatte … 27 setzten die Juden fest und nahmen auf sich und auf ihre Nachkommen und auf alle, die sich ihnen anschlossen, als eine ewige Satzung, diese beiden Tage zu feiern, nach dem, was darüber geschrieben worden war, und nach ihrer bestimmten Zeit, Jahr für Jahr.“

Esther 9,20-23.27

Die obige Stelle ist die Quelle für die vier Mitzwot, die unsere Weisen zur Auszeichnung des Purimfestes festgelegt haben (bMegila):

1. קריאת מגילת אסתר Das Lesen der Rolle Esther

2. משלוח מנות Speisegeschenke an Freunde

3. מתנות לאביונים Gaben an Bedürftige

4. סעודה „Esst, trinkt und seid fröhlich“

Zur Lesung der Esther Rolle sind alle Kinder Israel, groß und klein, Männer und Frauen berufen und zwar am Abend (dieses Jahr am 13. März) und am kommenden Tag des Festes (14. März). In Jeruschalajim feiert man Purim einen Tag später, das ist der Schuschan Purim. Während der Lesung ist es Brauch, bei der Nennung des Namens Haman laut zu werden, ein Spaß für die Kinder. Damit wird der Wille G-ttes erfüllt, den Namen Amaleks aus dem Gedächtnis zu tilgen (Schemot 17,14).

Es ist Brauch, seinen Freunden mindestens zwei zubereitete Leckerein durch einen dritten Freund zu senden. Dies ist der Ausdruck der Einheit und der Verbundenheit, die zwei wichtigsten Voraussetzungen für die Erlösung. Als die Juden im gemeinsamen Fasten (Fasten Esthers am 13. Adar) zu dieser Einheit gefunden hatten, sah und erkannte der Ewige, g.s.E., den Ernst ihrer Bußfertigkeit und erhörte das Flehen der zum Tode verurteilten Nachkommen Jakows.

Das Beschenken der Bedürftigen bezeugt die von G-tt gewollte Einheit des Volkes. Unser Ziel ist es, auf die Einheit des gesamten Volkes Israel hin zu wirken, das Fundament dazu wurde zu Purim gelegt. Die Frucht der Einheit ist ewige Freude, die jedoch damals, 450 Jahre vor der gegenwärtigen Zeitrechnung, nicht vollkommen geworden war.

Das gemeinsame Freudenmahl weist auf die künftige Erlösung hin. Wir sollen am Nachmittag mit dem Festschmaus beginnen undbis zum Abend dauern, weil gerade der Nachmittag durch die Herrschaft der g-ttlichen Gerechtigkeit geprägt wird. Unsere Freude bezeugt die Zuversicht der Rechtfertigung durch unseren Himmlischen Vater, wie es heißt (Jeschajahu 60,21): „Und Dein Volk, sie alle sind Gerechte, werden das Land besitzen auf ewig, sie, ein Spross Meiner Pflanzungen, ein Werk meiner Hände, zu Meiner Verherrlichung“.

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