Demut ist der Grund für die Erlösung

18. März 2012 geschrieben von   Freigegeben in Mein Kleiner Schatz

ב"ה

שְׂאוּ אֶת-עֻלִּי עֲלֵיכֶם וְלִמְדוּ מִמֶּנִּי כִּי-עָנָיו אָנֹכִי וְשַׁח לֵבָב וְתִמְצְאוּ מְנוּחָה לְנַפְשֹׁתֵיכֶם׃

„Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen“ (Matitjahu 11,29)

Midrasch Tehillim 18,28

Vers 36.וַתִּתֶּן-לִי מָגֵן יִשְׁעֶךָ „Und Du gibst mir den Schild Deiner Erlösung“ d. i. die Stärke, וִימִינְךָ תִסְעָדֵנִי "und Deine Rechte stützet mich“ d. i. die Thora, die mit der Rechten gegeben worden ist; וְעַנְוָתְךָ תַרְבֵּנִי "und Deine Herablasung macht mich groß“ d. i. die Demut. Das lehrt, dass alle drei bei David sich vorfanden.

Eine weitere Auslegung: וַתִּתֶּן-לִי מָגֵן יִשְׁעֶךָ וִימִינְךָ תִסְעָדֵנִי וְעַנְוָתְךָ תַרְבֵּנִי "Und Du gibst mir den Schild deines Heils und deine Rechte stützet mich und deine Herablassung macht mich groß“. Drei Dinge sind der Welt als Geschenk verlieben worden: die Thora, der Regen und die Lichter; die Thora, wie es heißt: „Und Er gab Mosche, als er mit ihm ausgeredet…die zwei Tafeln des Zeugnisses“ (Schemot 31,18); der Regen, wie es heißt: „Und ich werde euch Regen geben zur rechten Zeit“ (Wajikra 26,4); die Lichter, wie es heißt: „Und es gab sie G-tt an die Veste des Himmels“ (Bereschit 1,17).[1] R. Seira im Namen des R. Simeon ben Lakisch zählt noch den Frieden hinzu, wie es heißt: „Und Ich gebe Frieden auf die Erde“ (Wajikra 26,6); die Rabbinen zählen noch die Vergeltung hinzu, wie es heißt: „Und ich vollführe meine Vergeltung in Edom“ (Jecheskel 25,14); R. Josua zählt noch die Erlösung [ישועה JESCHUA] hinzu, wie es heißt: וַתִּתֶּן-לִי מָגֵן יִשְׁעֶךָ „Und Du gibst mir den Schild Deiner Erlösung“. In wessen Verdienste kommt die Erlösung? Im Verdienste der Thora, die mit der Rechten gegeben worden ist, wie es heißt: „Aus Seiner Rechten feurige Thora ihnen“ (Dwarim 33,2). Nach den Rabbinen kommt es auch in Folge der Herablassung, wie es heißt: וְעַנְוָתְךָ תַרְבֵּנִי "Deine Herablassung macht mich groß.“

[1]S. Beresch. Rabba Par. 6; Wajikra Rabba Par. 35 vergl. Schemot Rabba Par. 41.

 
 
 
 
 
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